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Das Foto zeigt die Spät-Vormittagsschicht des BA und der Bürgervereinigung mit v.l. Frieder Vogelsgesang, Thomas Hasselwander, Andi Kirchmeier, Graciela de Cammerer, Thomas Kellermann, Steffi Schmeiser, Julia Brinkmann und Dorothea von Lindenfels.

Viel los zum Start in die zweite BA-Jahreshälfte

Der BA 21 ist mit einem vollen Programm in die zweite Jahreshälfte gestartet. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die weitere Finanzierung von „Mädchen an den Ball“, das neue Parklizenzgebiet Pasing Süd, ein großes Schulbauvorhaben am Schererplatz und rund 900 geplante Wohnungen am Dreilingsweg. Bei einigen Themen lohnt sich auch der Blick über die Stadtbezirksgrenze nach Aubing: Denn dort werden ganz ähnliche Fragen diskutiert – teilweise mit anderen Blickwinkeln und Ergebnissen.

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us, Frieder Vogelsgesang

Der BA 21 ist mit ungewöhnlich großem Andrang in die zweite Jahreshälfte gestartet – und das gleich zweimal. Zunächst strömten zahlreiche Familien zum traditionellen Kinderfest in den Zehentstadel. Nur wenige Tage später kamen rund 40 Bürger zur ersten BA-Sitzung nach der Sommerpause.

Beim Kinderfest hatte der BA diesmal das Münchner Theater für Kinder mit „Oh, wie schön ist Panama“ eingeladen – und wurde vom Besucherandrang regelrecht überrollt. Auch Zauberer, Mitmachprogramm, Kuchen, Kaffee, Würstel und Hüpfburgen sorgten für ein volles Haus. „Wirklich toll und danke an das Helferteam aus dem BA und der Bürgervereinigung Obermenzing. Hier wurde fraktionsübergreifend mitgeholfen. Das war ein Erfolg für unseren Stadtbezirk, für alle Kinder und Eltern und auch für uns als BA-Gemeinschaft.“

Der Termin fürs nächste Jahr steht übrigens schon: Am 11. September 2027 soll wieder gefeiert werden.

Bürgeranliegen

Zur ersten BA-Sitzung nach der Sommerpause war der Andrang ebenfalls ungewöhnlich hoch. Rund 40 Bürger wohnten der Sitzung bei. Ihre Anliegen waren vielfältig:

Mädchen an den Ball – aber wovon bezahlen?

Der mehrheitlich abgelehnte Zuschuss für das bundesweite Projekt „Mädchen an den Ball“ in Höhe von 5.800 Euro brachte Vertreter des Vereins, Eltern und auch Mädchen in den Sitzungssaal. Laut BA-Begründung wurde das Projekt bereits mehrere Jahre in Folge gefördert. „Eine Dauerförderung ist aus BA-Mitteln leider nicht machbar“, begründete Ingrid Standl, Vorsitzende des Unterausschusses Budget, die Entscheidung. Der BA will sich nun mit dem Träger zusammensetzen und über weitere Finanzierungsmöglichkeiten sprechen. Spoiler Aubing: Dort hatte der Verein ebenfalls eine Förderung in Höhe von 6.680 Euro beantragt. Die Diskussion verlief positiv. Allerdings kam auch aus dem Aubinger BA die Anmerkung, dass in diesem Jahr zwar noch gezahlt werde, das BA-Budget aber keine dauerhafte Finanzierungsquelle sein könne.

Parklizenzgebiet Pasing Süd – erst mal ohne Entlastung

Des Weiteren ging es um die Errichtung einer Tempo-30-Zone für die Willibaldstraße, um Parkverbote für E-Scooter am baustellengeplagten Bahnhof Pasing Nord und um einen zusätzlichen Fußgängerüberweg über die Berduxstraße, den die Grundschule an der Hermine-von-Parish-Straße fordert.

Zur Sprache kamen auch Probleme mit dem Parklizenzgebiet Pasing Süd, der Verdrängungsverkehr beim Parken sowie die Schwierigkeiten für Anwohner, überhaupt noch einen Parkplatz zu finden. Da sich die Beschwerden häuften, empfahl der BA, die Situation zunächst einige Monate zu beobachten und dem neuen System Zeit zur Eingewöhnung zu geben. Das Gebiet wurde Ende Juli als Parklizenzgebiet eingerichtet. Allerdings, so Maria Osterhuber-Völkl, Vorsitzende des Unterausschusses Planung, müsse man in Großstädten durchaus Zeit und weitere Wege bei der Parkplatzsuche einplanen.

Schul-Großbauvorhaben im Herzen von Pasing

Auf Teilen des Sportplatzes des Elsa-Brändström-Gymnasiums und der Grundschule am Schererplatz soll mittelfristig ein mehrstöckiger Pavillon mit einer Mensa samt Küche für rund 500 Essen entstehen. Anwohner der Alois-Wunder-Straße befürchten durch die geplanten Mauern den Wegfall barrierefreier Zugänge und ihres Gemeinschaftsgartens und fordern eine Anpassung der Planung. „Wir hoffen auf Einsicht.“ „Da wissen Sie mehr als wir“, meinte Vogelsgesang. Die Detailplanung liege dem BA noch nicht vor. Das Vorhaben sei aber so groß und betreffe so viele Schüler, dass das Projekt mit Sicherheit noch häufig diskutiert werde.

Was passiert am Dreilingsweg? Ein Blick nach Aubing lohnt sich

Was im BA Pasing zunächst recht technisch als „15. Änderung des Flächennutzungsplans mit Grünordnung“ für den Bereich Jaspersallee, An der Langwieder Haide und Mooswiesenstraße auf der Tagesordnung stand, betrifft ein großes Bauvorhaben mit rund 900 Wohnungen. Der BA 21 vertagte seine Behandlung, um bis zum 30. September eine Stellungnahme auszuarbeiten.

Nur einen Tag später wurde dasselbe Vorhaben im benachbarten BA Aubing ausführlich und kontrovers diskutiert. Dabei ging es unter anderem um Umfang und Dichte der Bebauung, geplante Baumfällungen sowie die künftige Verkehrserschließung. Die Fraktionen kamen dabei zu unterschiedlichen Bewertungen. Die SPD-Fraktion erarbeitete eine ausführliche Stellungnahme und stimmte dem Vorhaben zu. Die ÖDP lehnte es ab und begründete ihre Haltung insbesondere mit dem starken Bevölkerungswachstum in Aubing und Pasing sowie mit aus ihrer Sicht ungelösten Fragen bei Verkehr, Grün und Klima.

Gerade der Blick über die Stadtbezirksgrenze ist interessant: Große Bauvorhaben, Verkehrsentwicklung oder Parkdruck wirken nicht nur innerhalb eines BA-Gebiets. Was in Aubing geplant wird, kann Auswirkungen auf Pasing haben – und umgekehrt. Die unterschiedlichen Diskussionen in beiden Bezirksausschüssen werfen deshalb auch die Frage auf, wo eine stärkere Zusammenarbeit sinnvoll sein könnte. Viele Themen, zwei Bezirke – und durchaus unterschiedliche Wege, damit umzugehen. Spoiler Aubing: Da steckt noch einiges an Diskussionsstoff drin. Mehr dazu folgt.