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Bürger wünschen sich mehr Sicherheit in der Unterführung an der Bodensee- und Limesstraße

Raser, Bus 267 und E-Scooter: Diese Bürgeranliegen beschäftigen den BA 22

Ob Verkehr, Busanbindung oder Sauberkeit – bei der vergangenen Sitzung des Bezirksausschusses 22 Aubing-Lochhausen-Langwied im Juli standen enorm viele Bürgeranliegen auf der Tagesordnung. Hier ist ein Überblick: Übrigens ist am Mittwoch, 5. August, um 19 Uhr die nächste öffentliche BA-Sitzung, diesmal im Schnitzel- und Hendlhaus, Limesstraße 63.

Der leidige Verkehr

Gleich mehrere Eingaben betrafen die Verkehrssicherheit. Anwohner der Bergsonstraße im Bereich zwischen Industrie- und Altostraße wünschen sich Maßnahmen gegen Rückstaus, überhöhte Geschwindigkeiten sowie die damit verbundene Lärm- und Unfallgefahr. Die Stadt soll prüfen, ob Geschwindigkeitskontrollen, eine Temporeduzierung oder andere Maßnahmen Abhilfe schaffen können.

Auch bezüglich der Kastelburgstraße und der Kronwinkler Straße gingen Beschwerden ein. Nach Angaben eines Bürgers werde dort trotz der geltendenTempo-30-Zone häufig zu schnell gefahren – in dem Schreiben ist sogar von „Tempo 100“ die Rede. Zudem wird gefordert, den Rückbau des Radwegs in der Kastelburgstraße besonders zum Schutz der Fußgänger wieder rückgängig zu machen.

👇 In der Kastelburgstraße 👇

Weiterhin Thema bleibt die Altostraße zwischen Gilchinger Straße und Grabenfleckstraße. Ein Bürger fordert in einer fünfseitigen Erwiderung an die Stadtverwaltung erneute eine ausführliche Überprüfung der bisherigen Maßnahmen zu Gehwegparken und Tempo 30. In der Aubing-Ost-Straße kam die schon lang vom BA angekündigte digitale Geschwindigkeitsanzeige immer noch nicht zum Einsatz. Drei mögliche Standorte werden dafür vorgeschlagen.

👇 Die angekündigte Geschwindigkeitsanzeige für die Aubing-Ost-Straße lässt weiter auf sich warten. Ein Bürger schlägt vor, sie im Bereich der Hornbacher Straße aufzustellen. 👇

Freihamer Bürgeranliegen

Neben dem Verkehr beschäftigte der Wochenmarkt in Freiham den Bezirksausschuss. Nach Ansicht eines Anwohners entspricht das Angebot mit nur noch zwei Ständen nicht den Erwartungen an einen attraktiven Stadtteilmarkt. Gefordert wird eine Neuausschreibung der Standplätze.

Für Unmut sorgen zudem E-Scooter in der Freihamer Fußgängerzone. Nach Angaben eines Antragstellers sind diese dort häufig zu schnell unterwegs und gefährden Fußgänger. Vorgeschlagen werden eine No-Ride-Zone, eine technische Geschwindigkeitsbegrenzung sowie verstärkte Kontrollen. Auch die Sauberkeit am Mahatma-Gandhi-Platz bleibt ein Thema. Überfüllte Mülleimer lockten nach Angaben eines Bürgers Raben an, die den Müll in der Umgebung verteilen. Da das Problem seit längerer Zeit bekannt sei, werden nun nachhaltige Lösungen gefordert.

Endhaltestelle für Bus 267 verlegen!

Ein inzwischen erledigtes Anliegen betraf in Neuaubing die Fußwegverbindung im Bereich der Limes- und Brunhamstraße. Während der Bauarbeiten an einem Lebensmittelmarkt hatten fehlende Beleuchtung und eine schlecht erkennbare Wegführung die Nutzer, aber auch mobilitätseingeschränkte Menschen vor Herausforderungen gestellt. Die Bauarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen.

Für großen Zündstoff sorgt weiterhin die Endhaltestelle der Buslinie 267 in der Zwernitzer Straße. Anwohner kritisieren die langen Standzeiten der Busse unmittelbar vor ihren Wohnungen und fordern eine dauerhafte Lösung zur Entlastung. Handlungsbedarf sehen Bürger außerdem bei der Wegeverbindung über die Bahnwiese in Neuaubing. Ein Bauzaun versperrt nach Angaben eines Antragstellers weiterhin den Zugang zum Skatepark und zur Paosostraße. Der BA soll sich für die Beseitigung des Hindernisses einsetzen.

Gefährliche Begegnungen

Seit vielen Jahren beschäftigt die Unterführung an der Bodensee- und Limesstraße die Bürger. Kritisiert werden gefährliche Begegnungen zwischen Fußgängern sowie Rad- und E-Scooter-Fahrenden durch hohe Geschwindigkeiten und unübersichtliche Bereiche an den Treppenaufgängen. Vorgeschlagen werden ein Durchfahrtsverbot für Radfahrer, eine Geschwindigkeitsreduzierung oder bauliche Veränderungen.

Für Diskussionen sorgt außerdem ein Schild an einem Gebäude in der Bodenseestraße mit der Aufschrift „Luderbox“. Ein Bürger empfindet den Schriftzug als unpassend und bittet die Stadtteilpolitiker zu prüfen, ob ein Einschreiten möglich ist.

Gefährliche E-Bikes

In Lochhausen beklagen Anwohner die Situation am Spielplatz in der Marie-Luise-Jahn-Straße. Sie berichten von Lärmbelästigungen in den Abendstunden sowie regelmäßigem Cannabiskonsum. Sie wünschen sich Maßnahmen für eine bestimmungsgemäße Nutzung des Spielplatzes.

Auch der „ruhende Verkehr“ beschäftigt einen Bürger. Er kritisiert abgestellte E-Bikes entlang der Eschenrieder Straße, die den Radweg zeitweise erheblich einengen. Besonders für Kinder auf dem Weg zu den umliegenden Badeseen entstünden dadurch schwierige Situationen.

Es fehlt an Schatten

Noch weiteren Verbesserungsbedarf wird beim neuen barrierefreien Zugang zum Lußsee gesehen. Hier erschweren dichte Wasserpflanzen den Einstieg ins Wasser. Zudem fehlen Schattenplätze bei den neuen Bänken und in der Liegewiese.

Enttäuscht zeigen sich die Anwohner der Ranertstraße nach einem Ortstermin zur Parkplatzsituation und zur Buslinie 159. Die gewünschte Busanbindung an das Neubaugebiet Osterangerstraße scheiterte an fehlenden Wendemöglichkeiten, zusätzliche Kurzzeitparkplätze sind ebenfalls nicht vorgesehen. Die Anwohner appellieren an den Bezirksausschuss, sich weiterhin für eine Lösung einzusetzen.