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Der Bahnübergang an der Brunhamstraße bedeutet nicht nur für die Verkehrsteilnehmer eine Geduldsprobe. Auch die zugeparkten Seitenstraße sind ein Ärgernis.

Neuaubing: Bürger fordern Lösungen für Verkehr und Parkplatzprobleme

Parkplatzmangel, schwierige Situationen für Radfahrer und zu hohes Tempo: In der Juli-Sitzung des Bezirksausschusses 22 kamen zahlreiche Bürgeranliegen aus dem gesamten Stadtbezirk zur Sprache. Wir werfen einen Blick auf die Themen aus Neuaubing. Die nächste öffentliche Sitzung findet am Mittwoch, 16. September, um 19 Uhr im Campus Freiham, Mensa Süd, Helmut-Schmidt-Allee 41, statt.

[MK]

In der Juli-Sitzung beschäftigte sich der Bezirksausschuss 22 mit einer ganzen Reihe von Bürgeranliegen aus verschiedenen Teilen des Stadtbezirks. An dieser Stelle geht es ausschließlich um die Anliegen aus Neuaubing. Manche betreffen konkrete Probleme vor der eigenen Haustür, andere grundsätzliche Fragen zur Verkehrssituation und Lebensqualität im Stadtteil.

Parkverbot gefordert

Für „absolutes Chaos“ sorgt nach Ansicht eines Bürgers die Verkehrssituation am Bahnübergang der Brunhamstraße. Um lange Wartezeiten vor geschlossenen Schranken zu umgehen, nutzen viele Autofahrer die Papinstraße als Ausweichroute nach Freiham. Die Straße sei jedoch eng und unübersichtlich zugeparkt. Ein absolutes Halteverbot, insbesondere im Bereich des Tesla Centers, soll nach Ansicht des Bürgers für einen besseren Verkehrsfluss sorgen.

Neue Kurzzeitparkzone

In der Seldeneckstraße spitzt sich die Parksituation zu. Der Inhaber einer dortigen Bäckerei fordert von der Stadt eine Kurzzeitparkzone mit Parkscheibenregelung auf der Südseite zwischen der Einmündung der Hoheneckstraße und seinem Geschäft. Hintergrund ist ein neu eingerichteter öffentlicher Fahrradabstellplatz in unmittelbarer Nähe. Der Geschäftsinhaber verweist darauf, dass er bereits auf eigene Kosten einen Fahrradabstellplatz geschaffen habe, der auch von E-Roller-Fahrern genutzt werden könne. Seit Einrichtung des öffentlichen Stellplatzes würden Anlieger zunehmend unmittelbar vor seinem Geschäft parken. Für Kunden gebe es dadurch kaum noch Parkmöglichkeiten. Der Geschäftsmann spricht von „unmittelbaren und empfindlichen Umsatzverlusten“.

Parkplatzmangel

Die Beschwerden über die im Juli aufgestellten Halteverbotsschilder in der Pretzfelder Straße haben sich inzwischen erledigt: Die Sanierungsarbeiten wurden in den Sommerferien abgeschlossen. Geblieben ist allerdings der Parkplatzmangel. Entlang der Pretzfelder Straße gibt es nur wenige Parkmöglichkeiten, weshalb zunehmend auch die angrenzenden Nebenstraßen zugeparkt werden.

Radfahren mit Hindernissen

Eine problematische Verkehrssituation in der Aubinger Straße schildert ein Radfahrer, der die Strecke täglich nutzt. In Teilen der Straße ist der Gehweg für Radfahrer freigegeben, gleichzeitig wird dort geparkt. Dadurch entstehen enge und konfliktträchtige Situationen für Fußgänger und Radfahrer. Viele Radler weichen deshalb auf die Fahrbahn aus, wo sie nach Angaben des Bürgers häufig von Autofahrern bedrängt oder mit zu geringem Seitenabstand überholt werden. Er möchte deshalb von der Stadt wissen, warum das Gehwegparken erlaubt beziehungsweise geduldet wird, ob Verbesserungen geplant sind und warum bislang kein eigener, sicherer Radweg geschaffen wurde.

Tempo 30 ohne Wirkung

Der Hörweg nach Freiham bleibt ein Problem. Zwar wurde die Straße vor einiger Zeit verengt, die Verkehrssituation hat sich nach Ansicht eines Bürgers jedoch „nicht wesentlich verbessert“. Noch immer werde dort zu schnell gefahren – eine Gefahr insbesondere für Schulkinder. Gefordert wird deshalb eine Geschwindigkeitsmessanlage beziehungsweise ein Blitzer.

Mehr Sicherheit gefordert

Für eine Mutter von zwei Kindern ist die Papinstraße im Bereich des Sportvereins ESV Neuaubing ein „hochproblematischer Schul- und Fußweg“. Trotz Tempo 30 werde dort häufig zu schnell gefahren, wodurch Fußgänger gefährdet seien. Sie bittet den Bezirksausschuss, sich des Problems anzunehmen und sich für Geschwindigkeitskontrollen oder bauliche Maßnahmen einzusetzen. Allerdings befindet sich die Papinstraße im Eigentum der Deutschen Bahn, sodass die Stadt München dort keine unmittelbare Handlungsmöglichkeit hat. Sie soll dennoch gebeten werden, Kontakt mit den Verantwortlichen der Deutschen Bahn aufzunehmen.