Ein Stadtteil, der gerade erst entsteht, und junge Menschen, die entdecken, dass Freihams Geschichte viel älter ist als seine Neubauten. Was zunächst wie ein Widerspruch klingt, wurde für die Klasse 9cG der Mittelschule an der Wiesentfelserstraße zum spannenden Forschungsauftrag. Ein ganzes Schuljahr lang gingen die Schülerinnen und Schüler der Frage nach: „Freiham – ein Stadtteil ohne Geschichte?“
Statt nur in Schulbüchern zu blättern, machten sich die Jugendlichen selbst auf Spurensuche. Sie recherchierten, erkundeten das Viertel und befragten Menschen vor Ort nach ihren Erinnerungen und Erfahrungen. So wurde die eigene Nachbarschaft zum Forschungsfeld und die Vergangenheit plötzlich ganz greifbar. Denn wer genau hinschaut, entdeckt auch zwischen Baukränen, Neubauten und frisch angelegten Straßen Spuren früherer Zeiten.
👇 Das ist ein Aufsteller der Schüler. 👇

Geschichte vor der Haustür
Gefördert wurde das Projekt durch das bundesweite Schulprogramm „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Die Idee dahinter: Historische Bauwerke, Denkmäler und andere Zeugnisse der Vergangenheit werden zu lebendigen Lernorten. Junge Menschen sollen so nicht nur Geschichte entdecken, sondern auch ein Gespür dafür entwickeln, warum es sich lohnt, das kulturelle Erbe für kommende Generationen zu bewahren.
👇 Stimmung beider Vernissage 👇

Ausstellung im Grünband zwischen Neuaubing und Freiham
Unterstützt wurden die Nachwuchsforscher vom Stadtteilmanagement Freiham, das die Ausstellung mit weiteren Einblicken ergänzte. Was die Jugendlichen über Monate mit Neugier, Kreativität und Durchhaltevermögen zusammengetragen hatten, präsentierten sie nun der Öffentlichkeit. Drei Banner, gestaltet auf Grundlage ihrer Arbeiten, wurden im Grünband Neuaubing-Freiham feierlich enthüllt. Die Ausstellung ist noch bis Januar 2027 auf Höhe der Grete-Weil-Straße zu sehen. Und eines steht fest: Freiham mag jung sein, aber geschichtslos ist es ganz bestimmt nicht.