Die CSU-Fraktion fordert, den Zebrastreifen an der Henschelstraße auf der Südseite des Bahnhofs Lochhausen durch eine Fußgängerampel zu ersetzen. Als Gründe nennt sie die unübersichtliche Lage des Übergangs sowie das Verhalten vieler Fußgänger.
Nach Ansicht der CSU birgt der Übergang zwei Risiken: Der Zebrastreifen liegt unmittelbar am Ausgang der S-Bahnunterführung, sodass Fußgänger erst spät wahrgenommen werden. Zudem queren viele Passanten aus Eile zur S-Bahn oder zum Bus die Straße, ohne ausreichend auf den Verkehr zu achten. „In vielen Fällen wird erst im letzten Moment stark abgebremst, wenn sich bereits Fußgänger auf dem Überweg befinden“, heißt es in der Begründung des CSU-Antrags für eine Fußgängerampel.

Schulweghelferin: Zebrastreifen ist ausreichend
Nach Ansicht der CSU ist die Situation besonders für Kinder problematisch, die den Übergang als Schulweg nutzen. Eine Fußgängerampel würde aus Sicht der Fraktion klare Regeln schaffen und dafür sorgen, „dass der Verkehr gezielt angehalten wird und Fußgänger die Straße ohne Unsicherheit überqueren können“, so der Antrag weiter. Anders sieht das Schulweghelferin Marion Dauerer, die während der morgendlichen Stoßzeiten den Übergang sichert. Sie hält den bestehenden Überweg dennoch für eine gute Lösung. „Wer schnell noch die S-Bahn oder den Bus erwischen will, lässt sich auch von einer roten Ampel nicht aufhalten und rennt noch schnell über die Straße. Autofahrer, die grün haben, werden kaum Vorsicht walten lassen, sondern selbstverständlich ihr Recht auf freie Fahrt wahrnehmen. Das kann zu gefährlichen Situationen führen“, sagt sie. CSU-Fraktionssprecher Christian Stockmann schlägt eine Fußgängerampel mit Anforderungstaste vor. Sie soll nur dann auf Rot schalten, wenn Fußgänger den Übergang nutzen möchten.