Unser Stadtbezirk Aubing–Lochhausen–Langwied ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Allein seine Größe sticht hervor: Flächenmäßig ist er der größte Stadtbezirk Münchens. Er reicht vom dörflich geprägten Langwied über das geschäftige Westkreuz und das urbane Neuaubing bis hin zu den traditionsreichen Ortsteilen Aubing und Lochhausen.
Freiham soll in den Stadtbezirksnamen
Doch ein wichtiger Name fehlt bislang: Freiham. Europas größte Baustelle ist längst mehr als ein Neubaugebiet. Rund 9.000 Menschen haben hier bereits ihr Zuhause gefunden.
Das möchte Neu-Freihamer Robert Allmeier nun auch im offiziellen Namen des Stadtbezirks sichtbar machen. Im Bezirksausschuss (BA) beantragte er, die Bezeichnung in „Aubing–Freiham–Lochhausen–Langwied“ zu ändern. „Es fehlt einfach. Ohne Freiham ist die Bezeichnung unvollständig“, bekräftigte Allmeier seinen Vorstoß.
Ein Stück Identität
Im Bezirksausschuss stieß der Antrag auf breite Zustimmung. Robert Brenner (SPD) erklärte: „Das unterstützen wir sehr. Wir finden, dass sich Freiham im Namen wiederfinden muss. Auch wenn der Name dann sehr lang wird.“ Auch Nik Gradl (CSU) sprach sich dafür aus: „Wir stimmen auch zu. Hier leben schon 9.000 Leute, dem müssen wir auch im Namen Rechnung tragen.“ Im Übrigen sei die erweiterte Bezeichnung keineswegs die längste im Münchner Stadtgebiet.

Zustimmung kam ebenso von der ÖDP. Johann Sauerer verwies auf die Entscheidungskompetenz des Bezirksausschusses. „Wir können das allein entscheiden“, sagte er und erinnerte daran, dass der BA bereits 2006 „nach langen hitzigen Diskussionen“ gegen die Aufnahme des Namens „Westkreuz“ in die offizielle Bezeichnung entschieden hatte.
Das Schlusswort sprach BA-Vorsitzender Sebastian Kriesel: „Der formelle Weg ist ganz richtig. Wir informieren die Verwaltung über diesen Antrag. Die Antwort wird unsere Entscheidungsvorlage sein.“
Am Ende fiel das Votum eindeutig aus: Der Bezirksausschuss verabschiedete den Antrag einstimmig. Damit könnte Freiham künftig auch offiziell Teil des Stadtbezirksnamens werden – und so die Entwicklung des jüngsten Münchner Stadtteils sichtbar widerspiegeln.
