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Vorsicht am Langwieder See: Der Eichenprozessionsspinner ist da

Am Langwieder See ist der Eichenprozessionsspinner aufgetaucht. Seine Raupen tragen giftige Brennhaare, die für Menschen und Tiere zum Problem werden können. Was jetzt zu beachten ist:

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Titelbild: Paula Spajic

Keine guten Neuigkeiten für Badelustige und Spaziergänger: am Langwieder See ist der Eichenprozessionsspinner beobachtet worden. Was ist er genau? Ein Nachtfalter, dessen Raupen wegen ihrer giftigen Brennhaare gesundheitliche Probleme verursachen können. Die Raupen bewegen sich oft in langen Reihen (daher der Name „Prozession“) an Baumstämmen entlang – übrigens nicht nur an Eichen, sondern an Laubbäumen generell. Ab dem dritten Larvenstadium entwickeln sie ihre typischen und gefährlichen Brennhaare mit dem Giftstoff Thaumetopoein.

Was ist das und was kann passieren?

Thorsten Kellermann vom BUND Naturschutz und BA-Mitglied in Pasing erklärt dazu: „Der Eichenprozessionsspinner tritt gelegentlich auf und ist eigentlich nicht so wild. Aber wenn wir ihn in Massen und dann noch in Naherholungsgebieten beobachten, dann haben wir ein Problem. Die Brennhaare der Raupen sind hochallergen und verursachen Haut- und Augenreizungen, Husten, generell Atemwegsbeschwerden bis hin zu Erstickung.“ Auch die Maßnahmen gegen die Ausbreitung beschreibt Kellermann: „Schutzmittel werden eher selten eingesetzt. Effektiv hilft das Absammeln der Raupen von den Bäumen. Mit einem feinen Staubsauger werden am Schluss die Härchen und die Eier aus den Rinden entfernt.“

Was passiert auf Stadtebene?

Die Rathaus-CSU hat schon mal einen Stadtratsantrag eingereicht und will von OB Krause wissen, wie die Bevölkerung am besten informiert und geschützt werden kann. Antraginitiator Sebastian Kriesel sagte: „Die Ausbreitung ist nicht ungefährlich. Ich habe es von Besuchern erfahren und dann sofort nachgeforscht.“ In der Stadtverwaltung wurde man schon auf das Problem aufmerksam und hat bereits die betroffenen Gebiete mit Hinweisschildern versehen, „die so lange bestehen bleiben, bis ein Negativbefund sichergestellt werden kann“, so Pressesprecher des Gesundheits- und des Baureferats. Für die mechanische Bekämpfung wurde eine Fachfirma beauftragt. Auf jeden Fall empfehlen die Referate, einen Abstand von 20 Metern zu den befallenen Bäumen einzuhalten.

Und wenn doch Kontakt, was dann?

Wichtig ist, die Raupen, Nester und Gespinste nicht zu berühren. Haltet generell Abstand, wenn ihr die Warnschilder seht, und nehmt eure Hunde an die kurze Leine. Denn auch Haustiere kann es übel erwischen, nicht nur uns Menschen! Vor allem können die Brennhaare durch das Fell der Tiere verschleppt werden. Und wenn leider doch ein Kontakt zustande kam, dann Kleidung wechseln, duschen und bei Beschwerden Arzt aufsuchen.