Am Wochenende wird in Freiham gefeiert. Das ZAM stellt sich mit seinem Grand Opening endgültig an die Startlinie. Die kleine Feierstunde mit Architekten, Bauherren, Partnern und Politikvertretern markierte den Anfang. Das bunte Programm für Kinder, Kunden und Kommerz soll nicht nur die Freihamer, sondern bitte auch die Menschen aus den umliegenden Stadtteilen und Gemeinden überzeugen.
👇 Eröffnung mit Lichtshow an den ZAM-Gebäuden A und C 👇

Kickstart mit Anlauf
Moment? Könnte man sich fragen. Das ZAM läuft doch schon, Geschäfte sind offen und Restaurants gibt es auch längst. Die allerersten Geschäfte bezogen bereits 2024 ihre Räume. Inzwischen sind die 11.000 Quadratmeter Gewerbefläche mit 42 Geschäften und Einzelhändlern schon „fast vollvermietet“, erklärte Centermanager Frank Pöstges-Pragal. Auch von den 20.000 Quadratmetern Wohnfläche ist nur noch wenig frei. „Wir nutzen das Wochenende als Kickstart“, erklärte Pöstges-Pragal. Projektentwickler, Investor und Eigentümer Rosa-Alscher Group habe seine Projekte im August fertiggestellt. „Damals waren Schulferien. Dann haben wir das Oktoberfest abgewartet. Und nun wird gefeiert.“
Marktplatz statt Shoppingmall
An dieser Stelle lohnt sich ein Blick auf die Gebäudeteile: Das ZAM besteht aus vier Gebäuden – dem 60 Meter hohen Turm (Gebäude A), dem Gebäude rechts daneben, von der S-Bahn aus gesehen (B), dem gegenüberliegenden Gebäude C und dem dahinterliegenden Gebäude D. Rosa-Alscher betreibt B und C, Vonovia A und D. Allen gemeinsam ist das offene Konzept. Das heißt: Statt einer üblichen Mall, in der die Kunden verschwinden, herrscht hier ein Marktplatzprinzip. Alle Geschäftstüren öffnen sich nach außen und sind Teil des öffentlichen Raums.
👇 Architekt Kasimir Allzweig vom Hamburger Büro Störmer Murphy and Partners 👇

Große Vision, kritische Töne
Architekt Kasimir Allzweig vom Hamburger Büro Störmer Murphy and Partners erklärte am Eröffnungsabend dazu: „Unser Gedanke von Anfang an war, dass wir hier etwas realisieren müssen, das allen dient. Wir wollten emotionalisieren, eine Sichtbarkeit schaffen, die von Weitem erkennbar ist und die jeden anspricht.“ Aus Sicht der Architekten sei das Ensemble ein „Prototyp urbanen Planens“. Doch Allzweig ließ auch Kritik hören. Er ging auf die schwierige Bauphase seit dem Spatenstich ein. Denn bei den Gebäuden A und D wechselten mehrfach die Bauherren: Zunächst war es der Projektentwickler Isaria, dann Quarterback Immobilien und seit 2023 die Baufirma und der Wohnungsbauriese Vonovia. Allein Letzterer hatte einen hohen dreistelligen Millionenbetrag an Investitionskosten zu stemmen. Auch die Platzgestaltung durch die Stadt München bemängelte Allzweig. Ein Quartier brauche Raum und einen zentralen Treffpunkt. Aber: „So war das nicht gedacht. Die Aufenthaltsqualität ist hier nicht gegeben. Ich hoffe, dass hier bald noch etwas passiert, damit sich das Potenzial des Platzes richtig entfalten kann.“
👇 Stadtrat Sebastian Kriesel bei der Eröffnungsfeier👇

Z´sam für Freiham
Was heißt „ZAM“ eigentlich gleich nochmal? Der Name ZAM kam schon zur Grundsteinlegung 2022 auf und spielt aufs Bairische „z’sam“ an – alle zusammen. In diese Richtung ging auch die Rede von Stadtrat und BA-Vorsitzendem Sebastian Kriesel am Festabend. „Ihr leistet Pionierarbeit für uns“, wandte er sich an die ZAM-Player. Freiham mit voraussichtlich 30.000 Bewohnern und 15.000 Arbeitsplätzen in den nächsten 15 Jahren sei für sich genommen eine mittlere Kreisstadt und „Europas größtes urbanes Neubaugebiet“. „Ihr habt Anteil daran, dass hier Heimat entsteht. Lassen Sie uns alle gemeinsam hier etwas in Schulterschluss schaffen!“