Das 35. Aubinger Herbstfest hatte so viel zu bieten, dass es uns wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Allen voran die große 120-Jahr-Feier des Burschenvereins mit dem sonntäglichen Feldgottesdienst, dem Festzug mit über 1.200 Teilnehmern und – nicht zu vergessen – der wilden Malle-Party am Freitagabend. Damit hat der Burschenverein Maßstäbe für die nächsten Jahre gesetzt.
👇 Der Burschenverein am Festsonntag, © Renate Langwieder 👇
Gemeinsam feiern auf Aubinger Art
Auch der Eröffnungstag mit den Vereinen, die politischen Veranstaltungen und der Familientag machten das Herbstfest zu einer runden Sache. Das Sahnehäubchen zum Schluss war der Brettlspitzen-Abend. Ganz am Ende kam noch einmal der Burschenverein auf die Bühne und bedankte sich fürs Mitfeiern und die tolle Zeit. Das Festzelt dankte mit Johlen und kräftigem Beifall zurück.
👇 Die Brettlspitzn in Aubing 👇

Wie besonders die Stimmung in Aubing war, brachte Jürgen Kirner von den Brettlspitzen beim Schlussapplaus auf den Punkt: „Liebe Aubinger, bewahrt euch eure Gemeinschaft! So wie ihr zusammen feiern könnt, ist etwas ganz Besonderes.“ Natürlich lief bei so einem großen Fest nicht immer alles rund. Vieles ließ sich über kurze Absprachen mit den Festwirten oder dem Freiflächenverein schnell lösen. Doch im Laufe des Sonntags gingen die Hendl aus, und am letzten Abend mussten die Gäste immer länger aufs Essen warten – bis schließlich gar nichts mehr da war und die Küche abgebaut wurde.

Was meinen die Festwirte?
Kein Herbstfest ohne gute Bewirtung, volle Krüge und volle Mägen. Für Eva Schneider war es eine Premiere: Zum ersten Mal war sie beim Aubinger Herbstfest als Festwirtin dabei. „Es war uns eine Ehre, hier Festwirte zu sein. Ich hoffe, den Besuchern hat es ebenso gefallen wie uns.“ Ihr Fazit fällt positiv aus: Der Andrang war an allen Tagen enorm, auch die Bar lief hervorragend. Bei diesem Ansturm ging zwischendurch allerdings auch etwas aus. „Wir besprechen das intern und bessern für das nächste Jahr nach.“ Am Drei-Jahresvertrag will die Festfamilie Schneider deshalb unbedingt festhalten. „Wir haben uns hier wohlgefühlt und kommen sehr gern im nächsten Jahr wieder.“
Und der Freiflächenverein?
„Wir sind sehr zufrieden und ehrlich auch begeistert von dem großen Zuspruch an allen Tagen. Wir haben sehr, sehr viel positives Feedback bekommen“, sagte Sebastian Kriesel, Vorsitzender des veranstaltenden Freiflächenvereins. Entsprechend breit hatten die Organisatoren das Programm aufgestellt. „Wir wollten wie immer allen etwas bieten. Die Abwechslung für Jung und Alt, aber auch das Politprogramm auf hohem Niveau sind uns sehr wichtig. Es ist alles aufgegangen, die Leute kamen und waren zufrieden mit dem Angebot.“
Für Kriesel war dieses Herbstfest zugleich ein Blick zurück. Vor 20 Jahren, beim 100. Jubiläum des Burschenvereins, war er selbst Vereinsvorsitzender und hatte in den vier Festtagen enorm viel gelernt. „Das konnte ich gut gebrauchen, als ich vor 15 Jahren als Vorsitzender des Freiflächenvereins erstmals fürs Herbstfest verantwortlich war.“ So wurde das 35. Aubinger Herbstfest für ihn ganz nebenbei auch zu einem persönlichen kleinen Jubiläum.

Über 100 ehrenamtliche Helfer
Das Wichtigste beim Aubinger Herbstfest sei aber die Gemeinschaft, betonte Kriesel. „Hier läuft vieles zusammen. Über 100 ehrenamtliche Helfer packen mit an – bei den Vorbereitungen, während der Festtage und ganz am Schluss beim Abbau. Diese Gemeinschaft ist die Basis dafür, dass unser Familien-Volksfest so gut funktioniert. Wo hat man das in München schon noch? Darauf können wir alle zusammen stolz sein.“ Wie gut das Zusammenspiel funktioniert, zeigte sich auch nach dem Fest: Schon am Dienstag war auf der Belandwiese kaum noch etwas vom Herbstfest zu sehen, am Abend waren auch die letzten Halteverbotsschilder abgeräumt.
👇 Zug zum Feldgottesdienst am Sonntag © Korbinian Eder 👇

Und sein schönster Moment? „Mir fällt immer ein großer Stein vom Herzen, wenn es am Donnerstagabend endlich losgeht und sich das Festzelt füllt. Das ist für mich ein Gänsehautmoment.“ Ganz besonders sei in diesem Jahr der Festsonntag gewesen: der Weckruf um sechs Uhr morgens, bei dem Kriesel selbst abgeholt wurde, und natürlich der große Festzug. „Auch Michaela Kaniber ist super angekommen. Das hat mich gefreut.“
👇 Abschluss am Montagabend - Aus is und gar is, und schad is, dass’s wahr is! 👇

Blick aufs nächste Jahr
Jetzt gönnt sich der Freiflächenverein erst einmal eine kleine Atempause bis nach dem Oktoberfest. Danach beginnen bereits die ersten Planungen fürs nächste Aubinger Herbstfest. „Der SV Aubing feiert im nächsten Jahr sein 100. Jubiläum. Das wollen wir wahrscheinlich mit mehreren kleineren Aktionen und einer Zeltparty feiern“, verriet Kriesel. Auch das Politprogramm müsse frühzeitig vorbereitet werden. „Den CSU-Frühschoppen am Samstag wird es wieder geben. Darüber hinaus steht noch nichts Konkretes fest.“
Bis dahin darf sich der Freiflächenverein erst einmal erholen. Hinter Aubing liegen besondere Festtage – mit vollen Zelten, großen Jubiläen und vielen Menschen, die gemeinsam angepackt und gefeiert haben. Und wenn von diesem 35. Herbstfest eines besonders in Erinnerung bleibt, dann vielleicht genau das: wie viel Gemeinschaft in Aubing steckt.
Wir freuen uns aufs nächste Jahr.