Yolda? Das ist türkisch für „unterwegs“ und der Name des Kulturkiosks, den GRETE an der Ecke Albert-Camus-Straße/Golo-Mann-Weg aufgestellt hat. „Der Name passt hervorragend zu uns“, so Kerstin Jost von GRETE. Denn im Moment ist GRETE immer noch heimatlos.
Vielleicht aber nicht mehr lange: Die Stadtverwaltung hat den Einzug in das Kulturzentrum an der Grete-Weil-Straße noch für dieses Jahr in Aussicht gestellt. Der YOLDA-Wagen war früher als Imbisswagen „Aloha Wanderwelt” im Münchner Westen unterwegs. Dort versorgte er seine Gäste mit Getränken und selbst gebackenen Waffeln. Heute dient er als mobiler Kulturtreff.

Kulturkiosk-Programm und mehr
„Mit YOLDA möchten wir ein frei zugängliches Kulturangebot im Sommer schaffen. Jeder kann kommen. Im Bauwagen hilft das Calypso Collectiv bei den Getränken und dem Essen. Einfach vorbeikommen und Leute treffen.“ Es sei auch schon abgemacht, dass Calypso immer freitags an der Bar steht und zum frühabendlichen Plausch einlädt, sagt sie weiter. Den Auftakt machen die beiden Künstlerinnen Aki und Amelie mit ihrem Töpfer-Workshop jeden Mittwochnachmittag noch bis Mitte August. Während die Kinder erste Schalen formen, erklärt Aki: „Die Leute sollen hier am Bauwagen zusammenkommen. Da haben wir uns überlegt: Wann trifft man sich am ehesten? Beim Essen!“ Deshalb soll hier gemeinsam getöpfert und über Rezepte gesprochen werden. „Am Ende wollen wir das Essen in unserer selbstgetöpferten und gebrannten Keramik servieren und gemeinsam essen“, erklärte sie die Idee. Zum ersten Termin kamen viele Familien, „wir wünschen uns aber auch viele Jugendliche für die nächsten Male.“ Der Workshop bildet den Auftakt des Sommerprogramms. Bis zur Sommerpause folgen unter anderem „Kultur im Block“ mit einer Mitmachaktion für selbst gebaute Stühle als Symbol des Zusammenkommens, das Stadtteilfest am 18. Juli sowie zwei Pop-up-Kinoabende geplant. Im September soll es mit dem Kulturkiosk-Programm weitergehen. „Vielleicht ziehen wir das Programm auch in den Herbst und Winter hinein. Wir werden sehen.“
👇 Aki, Kerstin Jost von GRETE und Amelie 👇

Eine Wiese für alle
Ganz große Fans des Kulturkiosks sind das Calypso Collectiv und die Bürger:inneninitiative „Naturnahe Festwiese Freiham“. Gründerin Ana meinte: „Super, wenn sich hier was tun. Die Wiese ist Mitakteurin. So wünschen wir uns das.“ Damit es auf der Wiese auch jenseits des Kulturkiosks behaglich wird, sammelt die Initiative Material von den umliegenden Baustellen, um darauf Sitzgelegenheiten zu bauen. „Da kann man gerne mit eigenen Vorstellungen vorbeikommen und mitmachen“, wünscht sich Ana.
👇 Ana mit Sebastian Kriesel vorm Yolda-Wagen 👇

Die große Freifläche mitten in Freiham wurde schon oft für Feste, Frühlingsfeuer oder ähnliches genutzt. „Das soll so bleiben!“ Zwar gehört das Gelände der katholischen Kirche, die zuständige St. Lukaskirche in Neuaubing beherbergt gerne Festivitäten. „Aber eine Bebauung ist derzeit nicht in Sicht. Und die Kirche ist sehr aufgeschlossen für Aktionen. Das können die Freihamer für sich nutzen“, meint auch BA-Vorsitzender Sebastian Kriesel.
Ob beim Töpfern, auf ein Getränk oder einfach für ein Gespräch mit den Nachbarn – der Kulturkiosk YOLDA ist ein Ort, an dem Freiham zusammenkommt. Wer neugierig ist, kann einfach vorbeischauen und Teil davon werden.
