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Trauer um Toni Fürst. Er verstarb am 14. Mai im Alter von 86 Jahren.

Ein Leben für Aubing

Aubing trauert um Anton Fürst. Der langjährige Bezirksausschussvorsitzende, Stadtrat und engagierte Vereinsmensch prägte den Münchner Westen über Jahrzehnte hinweg mit Bodenständigkeit, Verantwortungsgefühl und großer Nähe zu den Menschen. Am 14. Mai verstarb Toni Fürst.

[MK]

Mit großer Trauer nimmt Aubing Abschied von Anton Fürst. Mit ihm verliert der 22. Stadtbezirk einen Menschen, der wie kaum ein anderer für „sein“ Aubing stand. Anton Fürst ist am 14. Mai 2026 im Alter von 86 Jahren verstorben. Zeit seines Lebens setzte er sich mit großer Hingabe für seine Heimat und die Menschen vor Ort ein.

Über Jahrzehnte prägte Fürst das gesellschaftliche und politische Leben im Münchner Westen mit großer Bodenständigkeit. Als ehemaliger Münchner CSU-Stadtrat, langjähriger Vorsitzender des Bezirksausschusses 22 und engagierter Mitgestalter des Aubinger Vereinslebens war er für viele weit mehr als ein Kommunalpolitiker – er war Ansprechpartner, Mentor und Wegbegleiter. Aubing verliert mit ihm eine prägende Persönlichkeit.

Der gebürtige Aubinger blieb seiner Heimat stets eng verbunden. Viele kannten ihn schlicht als den „Erfal-Toni“. Ob in der Kommunalpolitik, im Vereinsleben oder im persönlichen Gespräch auf der Straße – er war nah bei den Bürgern. Viele schätzten ihn als verlässlichen Ansprechpartner mit offenem Ohr und klarer Haltung. Seine Verwurzelung im Münchner Westen prägte sein Wirken ebenso wie sein Einsatz für das Gemeinwohl.

Im Bezirksausschuss gestaltete Anton Fürst über viele Jahre die Entwicklung Aubings, Lochhausens und Langwieds entscheidend mit. Sachorientiert, bodenständig und mit großem persönlichem Einsatz setzte er sich für die Anliegen seines Stadtbezirks ein. Auch als Münchner Stadtrat blieb er ein Vertreter der Menschen vor Ort – einer, der Politik nicht nur als Bühne verstand, sondern als Verantwortung.

Doch Fürst war weit mehr als Politiker. Besonders sichtbar wurde seine Verbundenheit mit Aubing in seinen vielfältigen Vereinstätigkeiten. Er gehörte zu jener Generation, die das gesellschaftliche Leben nicht nur beobachtete, sondern aktiv mitgestaltete. Ob bei Ortsvereinen, kirchlichen Einrichtungen, sozialen Initiativen oder kulturellen Projekten – auf ihn war Verlass. Er organisierte, vermittelte und brachte Menschen zusammen. Viele Vereine profitierten von seiner Erfahrung, seiner Verlässlichkeit und seiner ausgleichenden Art.

Mit großem Engagement wirkte er im Pfarrgemeinderat St. Quirin mit und setzte sich dort für ein lebendiges Miteinander ein. Besonders am Herzen lag ihm bis zuletzt das Aubinger Archiv e.V., dessen Geschichte und kulturelles Erbe er mit Leidenschaft bewahrte und unterstützte. Für ihn als Gründungsmitglied war Heimatgeschichte kein nostalgischer Rückblick, sondern gelebte Identität und Auftrag für kommende Generationen. Mit großem Interesse sammelte und dokumentierte er Erinnerungen an das alte Aubing und machte sie für viele Menschen zugänglich.

Beruflich blieb Fürst stets der Landwirtschaft verbunden. Als Landwirt wusste er um den Wert von Bodenständigkeit, Ausdauer und harter Arbeit – Eigenschaften, die auch seinen Charakter prägten. Trotz zahlreicher Ämter und Verpflichtungen blieb er bescheiden und den Menschen zugewandt.

Zum Mittelpunkt seines Lebens gehörte auch seine Familie. Anton Fürst war der Zweite von fünf Geschwistern, Ehemann und Vater von vier Kindern. Als liebevoller Großvater nahm er sich Zeit für seine Enkelkinder und pflegte den Zusammenhalt zwischen den Generationen. Seine Familie war ihm eine große Freude.

Mit Anton Fürst verliert Aubing einen Menschen, der seinen Stadtteil über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt hat. Sein Einsatz, seine Menschlichkeit und seine tiefe Verbundenheit mit seiner Heimat werden unvergessen bleiben. Viele Menschen verdanken ihm Rat, Unterstützung und wertvolle Impulse für das Leben im Stadtteil.

Aubing verabschiedet sich von einem Mann, der seine Heimat nicht nur liebte, sondern sie über Jahrzehnte hinweg aktiv mitgestaltet hat. Seine Spuren bleiben.