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Bürgeranliegen im Stadtbezirk

Im Münchner Westen wächst der Unmut: Parkdruck, intransparente Bauvorhaben, schwindende Grünflächen und Müll sorgen für Ärger. Viele Bürger wenden sich mit ihren Sorgen und Beschwerden an den BA. Nächste Gelegenheit zur Diskussion: BA-Sitzung am Mittwoch, 15. April 2026, um 19 Uhr im Campus Freiham, Mensa-Süd, Helmut-Schmidt-Allee 41, bei der einige der angesprochenen Punkte erneut auf der Tagesordnung stehen dürften.

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„Wer abends nach Freiham nach Hause kommt, braucht vor allem eines: Geduld – und Glück bei der Parkplatzsuche.“

Leere Tiefgaragen, volle Straßen

Die Parkplatznot in Freiham ist katastrophal. Seit Monaten (oder Jahren?) kommt das Thema vor den Bezirksausschuss im 22. Stadtbezirk. Bewohner klagen über zu wenige Stellplätze und hohe Garagenmieten. Das Ergebnis: Leere Tiefgaragen, volle Straßen. Besonders schwierig wird es für alle, die erst spät nach Hause kommen ohne Aussicht auf freie Parkplätze. Ein Anwohner bringt nun einen unkonventionellen Vorschlag ins Spiel: Statt langer Gebüschstreifen entlang der Straßen könnten punktuell Bäume gepflanzt werden, um dazwischen zusätzliche Parkflächen zu schaffen.

Schranken sind lange geschlossen

Auch in Neuaubing kocht die Stimmung hoch wegen der verlängerten Schrankenschließzeiten am Bahnübergang Brunhamstraße. Die ist für viele zum Geduldsspiel geworden. Seit dem Umbau der Schrankenanlage Ende 2025 bleiben die Schranken deutlich länger geschlossen – statt rund eineinhalb Minuten nun bis zu vier Minuten pro Zugdurchfahrt. Die Folgen: Staus, Lärm und Abgase belasten Anwohner und Autofahrer gleichermaßen. Die Forderung an die Stadt ist klar: Sie soll bei der Bahn auf kürzere Schließzeiten drängen.

Zugeparkte Gehwege: Gefahr für Fußgänger

In Lochhausen kämpfen Anwohner mit einem anderen Problem, nämlich rücksichtslos zugeparkte Gehwege. Besonders betroffen sind die Henschelstraße vor dem dortigen Lebensmittelgeschäft sowie die nördliche Seite der Federseestraße. Für Fußgänger – darunter auch viele Kinder – ist es dort gefährlich. Wegen der parkenden Autos müssen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Die Betroffenen sprechen von „nicht hinnehmbaren Zuständen“. Trotz mehrfacher Beschwerden blieb eine Reaktion der Stadt bislang aus. Weder bauliche Maßnahmen noch verstärkte Kontrollen wurden umgesetzt. Nun fordern die Bürger, dass Polizei oder kommunale Parküberwachung endlich konsequent gegen Falschparker vorgehen.

Aktuelle Fragen und fehlende Transparenz

In Freiham bleibt nach den Baustellenarbeiten häufig Müll zurück – kein schöner Anblick für die Bewohner. Zusätzlich blockieren parkende Autos immer wieder Fußgängerüberwege. Gefordert werden deshalb mehr Parkverbotsschilder, etwa in der Annemarie-Renger- und Roman-Herzog-Straße. Unklarheit herrscht zudem bei mehreren Bauprojekten: Wann eröffnet das ehemalige Einkaufszentrum an der Wiesentfelser Straße – und welcher Supermarkt zieht dort ein? Auch zu geplanten Bauvorhaben entlang der Goteboldstraße und am Voitlweg wünschen sich Anwohner mehr Transparenz.

Sorge um Naturflächen

Entlang des Harthauser Weges wurden kürzlich die ökologischen Ausgleichsflächen eingezäunt. Spaziergänger hatten die blühenden Wiesen bislang als Naherholungsgebiet geschätzt. Eine Kreisrätin aus Germering zeigt sich besorgt über mögliche Auswirkungen auf die Natur. Sie befürchtet, dass wirtschaftliche Interessen Vorrang vor dem Naturschutz bekommen könnten, und fordert Aufklärung. Unter anderem will sie wissen, inwieweit solche Flächen wirtschaftlich genutzt werden dürfen und wie Naturschutzverbände die Situation bewerten. Geplant ist zudem eine gemeinsame Besichtigung der betroffenen Flächen mit Vertretern des Aubinger Bürgergremiums. Die Hoffnung: schnelle Antworten – und Lösungen, die Natur und Nutzung in Einklang bringen.