Soziale Angebote in Gefahr?
Die angespannte Haushaltslage der Landeshauptstadt München bereitet der SPD-Fraktion im 22. Stadtbezirk Sorgen. Sie möchte deshalb frühzeitig wissen, welche Auswirkungen mögliche Sparmaßnahmen auf die soziale Infrastruktur im Münchner Westen haben könnten. Mit einem Antrag in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA 22) fordert die Fraktion das Sozialreferat auf, über geplante Einsparungen und deren mögliche Folgen zu informieren.
Das SPD-Mitglied Altin Islami möchte unter anderem erfahren, wann mit Einsparungen zu rechnen ist, welche Auswirkungen diese auf geplante Kinder- und Jugendeinrichtungen im Stadtbezirk haben könnten und ob auch projektbezogene Förderprogramme davon betroffen sein werden. „Gerade in unserem stark wachsenden Stadtbezirk ist eine verlässliche soziale Infrastruktur von besonderer Bedeutung“, betonte Islami. Eine frühzeitige Information über mögliche Sparmaßnahmen sei ihm wichtig, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.
U5 nach Freiham: Wie geht es weiter?
Die geplante Verlängerung der U5 von Pasing nach Freiham bleibt ein wichtiges Thema für den 22. Stadtbezirk. Ende Oktober hatte der Münchner Stadtrat zwar den weiteren Planungen für die rund 4,7 Kilometer lange Strecke zugestimmt, eine Baugenehmigung ist damit jedoch noch nicht verbunden. „Die Zustimmung bedeutet lediglich, dass die weiteren Planungen vorangetrieben werden. Die Baumaßnahmen sind damit noch nicht genehmigt“, stellte der örtliche ÖDP-Stadtrat Hansi Sauerer klar. Als nächste Schritte stehen die Einreichung der Planfeststellungsunterlagen und anschließend die Beantragung von Fördermitteln an.
Damit das Projekt nicht weiter verzögert wird, haben alle Fraktionen im BA 22 einen gemeinsamen Antrag eingebracht. Wie Robert Brenner (SPD) erläuterte, soll die Stadtverwaltung damit noch einmal auf die Bedeutung des U-Bahn-Anschlusses für den wachsenden Stadtteil Freiham aufmerksam gemacht werden. Konkret fordert das Gremium Auskunft über die aktuelle Finanzierung, den möglichen Baubeginn und die Auswirkungen der Münchner Olympia-Bewerbung auf den Zeitplan. Auch die Frage, ob dadurch weitere Verzögerungen drohen, soll geklärt werden.
Sicherer über die Straße
Für mehr Sicherheit am Bahnhof Lochhausen setzt sich die CSU-Fraktion ein. Sie fordert, den Zebrastreifen auf der südlichen Bahnhofsseite an der Altostraße durch eine Fußgängerampel mit Anforderungstaste zu ersetzen. Marija Schopohl begründete den Antrag mit der wiederholt gefährlichen Situation: Autofahrer würden den Zebrastreifen häufig missachten, sich zudem mit überhöhter Geschwindigkeit nähern und erst im letzten Moment abbremsen.
Besonders besorgniserregend sei die Situation für Kinder, die den Übergang regelmäßig auf ihrem Schulweg nutzen und Gefahren im Straßenverkehr noch nicht richtig einschätzen können. Eine Fußgängerampel könne die Situation entschärfen und für mehr Sicherheit sorgen.
Kleines Café für Lochhausen
Neben den Anträgen der Fraktionen startete Marija Schopohl (CSU) eine kleine Extra-Initiative. „Wir haben in Lochhausen keinerlei Treffpunkt, obwohl wir das schon seit Jahren fordern“, meinte sie. „Die Stadt weist uns keine Räume zu und die Vereine haben keine großen Flächen.“ Nun eröffnet sich vielleicht am Bahnhof Lochhausen die Möglichkeit für einen Bürgertreff oder einen Ort der Begegnung.
Nach dem Weggang der Apotheke nach Aubing steht der kleine Laden direkt gegenüber dem Bahnhof leer. „Ein idealer Ort für ein Café oder eine Eisdiele!“, meinte Schopohl. Klar, der BA könne ein solches Geschäft nicht selbst betreiben. Vielleicht fühle sich aber ein kleiner Gastronomiebetrieb oder auch eine Initiative angesprochen. „Eisdiele wäre wunderbar“, fand auch Barbara Götz-Schuhbach (CSU). Als Kinderbeauftragte kennt sie die Wünsche der Kinder. „Das wäre eine Eisdiele in Lochhausen.“ Alle Informationen zum Geschäft hängen am Schaufenster der ehemaligen Apotheke aus.