Aubinger . Online
Featured image of post U5 wächst nach Westen - der Blick geht weiter nach Freiham

Tunneldurchstich für die U5 unter der Gotthardstraße

U5 wächst nach Westen - der Blick geht weiter nach Freiham

Mit dem Tunneldurchschlag der U5 zwischen Laim und Pasing ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Während die Bauarbeiten Richtung Pasing voranschreiten, richtet sich der Blick im Münchner Westen bereits auf die nächste Etappe: Wann kommt die U-Bahn nach Freiham – und wie werden die Verkehrsprobleme bis dahin gelöst?

[us]

Der Tunnelbau der U5 zwischen Laim und Pasing macht sichtbar Fortschritte. Ein Abschnitt von rund 1,1 Kilometern ist seit Mittwoch bereits begehbar, der Durchschlag gilt als wichtiger Meilenstein im Ausbau des Münchner Westens.

Für viele in Pasing ist der Tunneldurchstoß im U-Bahn-Schacht an der Gotthardstraße ein Etappensieg nach langer Wartezeit – doch aus Sicht der westlich anschließenden Stadtteile beginnt damit erst die eigentliche Frage: Wie geht es weiter Richtung Freiham und Aubing?

Pasing als Zwischenziel

Die Verlängerung der U5 nach Pasing soll 2032 abgeschlossen sein, 2034 soll die U-Bahn tatsächlich bis Pasing fahren. An den drei U-Bahnhöfen Baumschule, Am Knie und Pasing-Bahnhof wird bereits gearbeitet. In Kürze wird sich eine Tunnelbohrmaschine mit einem Durchmesser von 7,70 Metern ihren Weg von der Gotthardstraße unter der Kleingartenanlage hindurch in Richtung Am Knie fräsen.

Der BA-Vorsitzende aus Pasing/Obermenzing (BA 21), Frieder Vogelsgesang, ordnet den Fortschritt so ein: „Ich freue mich sehr, dass es mit dem Bau der U-Bahn nach Pasing planmäßig vorangeht und bin gespannt, ob 2034 tastsächlich die U5 in Pasing hält. Schon vor der Jahrtausendwende hat der damalige OB Christian Ude das dringend benötigte Projekt zur Chefsache erklärt. Wäre der U-Bahn-Bau nicht auf Drängen der Grünen im Jahr 2002 zunächst beerdigt worden, könnten wir schon seit 2008 Pasing mit der U-Bahn erreichen. Die damalige Verhinderung hat der Stadt München viele Millionen Euro Mehrkosten beschert. Trotzdem: Heute soll die Freude überwiegen.“

Der lange Blick nach Freiham

Mit dem Bahnhof Pasing ist der Münchner Westen zwar besser angebunden – das Ende der Linie ist damit jedoch nicht erreicht. In Freiham wird bereits ein Vorhaltebauwerk für die spätere Endstation in der Grete-Weil-Straße errichtet. In der Juni-Sitzung des BA 22 standen passenderweise sehr viele Freihamer Verkehrsprobleme auf der Tagesordnung. Denn aus Anlass des nächsten Fahrplanwechsels gab der BA seine Stellungnahmen zu Verkehr und Parken ab. Besonders die Busanbindung bleibt aus Sicht der Lokalpolitik ein zentrales Thema. „Leider kommt Freiham im neuen Fahrplan schlechter weg, was die Bussituation betrifft“, sagt Mobilitätsbeauftragter Nik Gradl. Gefordert wird unter anderem ein Expressbus Richtung Pasing sowie eine dichtere Taktung der Linie 57 am Wochenende. „Man muss das realistisch sehen“, so Nik Gradl. „Nicht alle Freihamer wohnen in S-Bahn-Nähe und haben einen kurzen Minutenweg zur S-Bahn. Die Mehrheit wohnt im mittleren Teil von Freiham und wartet auf die U-Bahn! Aber die kommt vielleicht in 20 Jahren. Bis dahin brauchen wir wenigstens gute, schnelle Busverbindungen.“