In der April-Sitzung des BA22 standen mehrere Lochhausener Themen auf der Agenda. Besonders im Fokus: der 159er Bus – genauer gesagt die Frage, ob er künftig auch durch das Neubaugebiet Osteranger fahren soll. Den Impuls lieferte die Interessengemeinschaft Langwied-Dorf e.V. – und das nicht erst gestern. Bereits vor über einem Jahr wandte sie sich an BA und Stadtrat.
Ihr Anliegen ist klar: Der 159er soll öfter fahren – und anders. Konkret: im Halbstundentakt und künftig auch über den Osteranger (Pasing–Brauerei–Langwied–Lochhausener Bahnhof–Osteranger und zurück). Auf den versprochenen Ortstermin mit Mobilitätsreferat, BA und Interessengemeinschaft warten die Antragsteller bis heute. Die Entscheidung kam trotzdem – allerdings nicht im Gespräch, sondern über die Medien: Im Neubaugebiet Osteranger gibt es keine Wendemöglichkeit. Basta.

Das meint die Interessengemeinschaft Langwied-Dorf e.V.
Joachim Winands, erster Vorsitzender der Interessengemeinschaft, reagierte in seinem schriftlichen Kommentar mit deutlichen Worten:
„1. Wir sind gelinde gesagt sehr befremdet über die Aussagen und Handlungsweise des BA 22 sowie dem Unterausschuss Verkehr/Frau Binsteiner. 2.Über den vorgesehenen Ortstermin mit der sogenannten „Bereisungskommission" wurden wir trotz Vereinbarung nicht informiert. Erst aus den Medien haben wir das Ergebnis erfahren. Wir wurden wohl „vergessen". 3.Die Aussage, es gibt keine Wendemöglichkeit im Korbmacherweg für Busse ist schlichtweg falsch, aktuell wird die Wendeschleife von Müllwagen, Möbelwagen usw. problemlos befahren. Der Radius beträgt 25 m, das reicht also locker auch für die eingesetzten Busse. Das wird auch von berufsmäßigen Busfahrern bestätigt! 4.Die Aussage des BA über die Ranertstraße kann nur als naiv bezeichnet werden. Ein SCHILD und ein APPELL an die Bürger, was für ein Lösungsansatz!! Täglich quälen sich die Busse mit Hupen, Rufen und Suchen nach den Falschparkern, durch die Ranertstraße. Die vorhandenen Parkplätze sind von Dauerparkern belegt. Nicht zu Letzt leiden die kleinen Geschäfte unter der Parknot. Auch die neu eingerichteten Parkplätze-Zufahrt Lochhausenerstraße sind durch Dauerparker belegt. 5.Wir hoffen, dass die Politik, der neue Stadtrat, der neue BA22, die Unterausschüsse für die Zukunft endlich ein schlüssiges VERKEHRSKONZEPT für den Münchner Westen erstellt. 6.An der Sache blieben wir dran und werden unsere Vorschläge nochmals an die neu aufgestellten Gremien einreichen.“
Und nun?
Die Frage nach der künftigen Linienführung des 159er bleibt aus Sicht der Langwieder ungeklärt. Wie es mit der gewünschten Streckenführung und der Taktverdichtung weitergeht, ist offen.