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Im Februar kamen viele Verkehrs- und Straßenprobleme auf die Tagesordnung des BA 22.

Lokalpolitik im Februar

Die Themen, die den 22. Stadtbezirk im Münchner Westen und damit auch die Bürger beschäftigen, sind breit gefächert. Das Interesse der Bevölkerung ein Wohnen mit guter Lebensqualität zu schaffen, ist groß. Dementsprechend viele Bürgeranliegen gehen bei den Mitgliedern des örtlichen Bezirksausschusses (BA), Aubing-Lochhausen-Langwied, ein. Hier ein Überblick über die Themen der letzten BA-Sitzung:

Martina Krämer

Die mobilen Geschwindigkeitsmessgeräte mit Smileys stehen immer öfter am Straßenrand und appellieren an die Vernunft der Autofahrer. Eine eingehaltene Geschwindigkeit wird mit einem freundlichen grünen Lächeln belohnt. Bei zu Schnellfahrenden zeigt sich ein trauriger roter Smiley.

Smileys für die Altostraße

Im 22. Stadtbezirk gibt es zwei, ein Versuchsprojekt der Stadt München. Bisher stehen diese für ein halbes Jahr entlang der Langwieder Hauptstraße. Anschließend, so die Überlegungen des Bürgergremiums, sollen die solarbetriebenen Smileys den Autofahrern in der Aubing-Ost-Straße entgegenlächeln. In der Februarsitzung schlug nun ein Bürger einen neuen Standort für die sogenannten Dialog-Displays vor. Er will sie lieber in der Altostraße auf Höhe der Hausnummern 82 und 82a aufgestellt haben.

Statt in der Aubing-Ost-Straße sollen demnächst sogenannte Dialog-Displays in der Altostraße, vor der Grenze zu Lochhausen, den Verkehrsteilnehmern ein direktes visuelles Feedback zu ihrer gefahrenen Geschwindigkeit geben.

Tempo 30 plus Fahrbahnschwellen

Kindergärten und vorbeifahrende Autofahrer sorgen immer wieder für Diskussionen. Oft wird beklagt, dass die Autofahrer hier zu schnell fahren. Das ist auch in Lochhausen im Bereich der Federsee- und Eichelhäherstraße der Fall. Hier gibt es sechs Kindergärten.

Die Kindergarten-Eltern verweisen darauf, dass sich nur ganz selten ein Autofahrer an das dortige Tempo-30 hält. Ein zusätzlich an der Kreuzung Mettenauer Straße abmontiertes Tempo-30-Zone-Schild verleitet zu schnellerem Fahren. Die Anwohner sprechen in ihrem Wohnbereich von „autobahnähnlichen Verhältnissen“. Das zuständige städtische Referat soll nun aktiv tätig werden.

Aus Sicht der betroffenen Eltern soll das Schild „Tempo-30-Zone“ wieder aufgebaut, die Zahl 30 auf die Fahrbahn geschrieben sowie Fahrbahnschwellen und Zebrastreifen, beispielsweise im Bereich der Bienenheimstraße, angebracht werden. Nur so können, ihrer Ansicht nach, zu schnell fahrende Autofahrer eingebremst werden.

Neideckstraße: Anwohner uneinig

Die Nerven bei der Parkplatzsuche liegen blank: Seit kurzem gibt es in der Neideckstraße neue Halteverbotsbuchten. Seit vielen Jahren versperren vor allem in den Kreuzungsbereichen nicht ordnungsgemäß abgestellte Fahrzeuge den Autofahrern die Sicht. Sie blockieren in der sehr engen Nebenstraße immer wieder den Anlieferverkehr. Anwohner sind genervt von sogenannten Falschparkern.

Neu aufgestellt wurde in der Neideckstraße, wie hier vor der Kreuzung zur Wiesentfelser Straße, neue Halteverbotsschilder.

Die neu aufgestellten Halteverbote entzweien nun die Bewohner, obwohl sie doch eigentlich Entspannung bringen sollten. Doch nicht jeder ist von dieser neuen Beschilderung begeistert, wie mehrere Schreiben an den BA zeigen.

Ein Teil der Bewohner hält eine Einbahnstraßenregelung für wesentlich effektiver. Ihre Kritik: Seit Jahren werden allein durch die umliegenden Großbaustellen und Wanderbaustellen die Parkmöglichkeiten für die Anwohner immer weniger. Durch die neuen Halteverbote fallen noch mehr Parkplätze weg. Deshalb sollen die Verbotsschilder auch wieder entfernt werden.

Zu eng ist die Neideckstraße in Neuaubing. Anlieferverkehr und Anwohner sind genervt von sogenannten Falschparkern. Neu aufgestellte Halteverbote entzweien die Bewohner.

Strafzettel unsozial verteilt?

Bei der Papinstraße in Neuaubing südlich der Bahngleise an der Bodenseestraße handelt es sich um eine Privatstraße der Deutschen Bahn. Für die Eigentümerin ist auch ein privater Verkehrsüberwachungsdienst tätig, der die Nichteinhaltung der Parkverbote mit Bußgeld ahndet. Ein Sozialdienst tritt nun an das Bürgergremium heran, da deren Angestellte während ihrer Tätigkeit bei Pflegebedürftigen in der Papinstraße trotz eines Sozial-Dienstausweises am Fahrzeug immer wieder mit Strafzetteln bedacht werden. Nachgefragt wird nun, ob diese „unsoziale“ Vorgehensweise rechtmäßig ist, zumal es keine Behindertenparkplätze gibt. Auch will man wissen, ob für die Deutsche Bahn nicht auch die Verpflichtung gilt, Behindertenparkplätze auszuweisen.

Zebrastreifen in der Georg-Böhmer-Straße?

Um besser vom Aubinger S-Bahnhof in den Dorfkern zu kommen, liegt eine Anfrage zu einem Zebrastreifen über die Georg-Böhmer-Straße vor. Beim BA wird nachgefragt, ob es eine derartige Überlegung schon einmal gegeben hat. Die Verfasserin des Bürgeranliegens möchte dieses Thema gerne anschieben.

Bisher wurden noch keine Überlegungen zu einem Zebrastreifen an der Georg-Böhmer-Straße auf Höhe des Aubinger Bahnhofes laut. Ein Bürgeranliegen hätte dies gerne geändert.

Außerdem von Bürgern nachgefragt: Wassermassen blockieren seit vielen Jahren nach Starkregen in der Kurve an der Wiesentfelser Straße neben dem Amphitheater die Weiterfahrt von Autos und Bussen. Nicht selten soll die stehende Wasserhöhe bis zu 30 Zentimeter betragen, so ein Bürgerschreiben. Ein zügiges Abfließen des Wassers ist in diesem Bereich nicht gegeben. Deshalb fordern Bürger eine dauerhafte Verbesserung des Straßenzustands, damit die Gefahrenlage gebannt ist.

Wenn es zu viel regnet, steht die Fahrbahn im Kurvenbereich der Wiesentfelser Straße unter Wasser. Dann wird es für Autos und Busse schwierig mit dem Weiterfahren.