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Fast fertig: das Bergson-Foyer © mk

Im Mai - sicher

Gleich vornweg die erste Nachricht: mit dem kleinen Start ins Bergson-Zeitalter im Januar wird es nichts. Bauliche Verzögerungen haben dem Soft-Opening einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die zweite: im Hintergrund laufen schon jede Menge programmrelevante Planungen, die Lust auf mehr machen. Ganz neu die komponierte Produktion „For Heaven’s Sake“ uraufgeführt in der Münchner St. Lukas Kirche, die im kommenden auch im Bergson gespielt werden wird.

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Schon zum zweiten Mal verschob sich der Eröffnungstermin fürs Megaprojekt Bergson-Kunstkraftwerk. Aus dem Soft-Opening im alten Bestandsgebäude am 8. Januar 2024 wird nichts. „Es stehen bauliche Maßnahmen aus, die wir nicht in der Hand haben“, erklärte Pressesprecher Maximilian Mayer. „Konkret fehlt der Stromanschluss. Zwar sind unsere Anträge fristgerecht gestellt worden, aber die Bescheide sind eben noch anhängig.“

Im Bestandsgebäude fehlen noch sämtliche Stromanschlüsse. Das verzögert die Eröffnung. © mk

Schwer einzuschätzen, bis wann die Anschlüsse tatsächlich stehen werden. „Vor der großen Eröffnung des gesamten Bergson-Areals im Mai 2024 werden wir nun im Frühjahr beginnen, das ehemalige Heizwerk mit seinen vielfältigen räumlichen und programmatischen Möglichkeiten zu bespielen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Konkret? Läuft schon eher etwas, könnte vielleicht der Biergarten schon vor Mai öffnen oder kleinere Veranstaltungen stattfinden. „Das steht aber auf tönernen Füssen und ist nicht beeinflussbar“, so Maximilian Mayer dazu.

Bergson-Kunst und Bergson-Gastro am Marienplatz © us

Bleibt der PopUp-Store am Marienplatz?

Anders sieht die Situation im Neubau mit Konzertsaal und Galerie aus. „Da sind wir im Plan“, betätigte Maximilian Mayer und betonte: „Die Entscheidung zur Verschiebung fällt uns alles andere als leicht, da wir voller Vorfreude auf das Bergson sind und unsere Planungen mit Hochdruck laufen.“

Ob die Flächen im ehemaligen Münzingers am Marienplatz über den Dezember hinaus mit Eventstore, Bar und Bühne fürs Bergson zur Verfügung stehen, ist ebenfalls noch nicht ganz sicher. „Es laufen Gespräche mit dem Kulturreferat. Wir werden sehen, wie die ausgehen.“

Neu im Bergson-Boot ist übrigens Benedikt Müller als Director of Visual Arts, der sich künftig um Galeriebelange, Kooperationen mit Galerien, internationalen Privatsammlungen, vielleicht der Kunsthochschule und ähnliches kümmern wird. Schon im November holt er die transdisziplinäre Künstlerin, Denkerin und Architektin Vesna Petresin mit ihre immersiven Videoperformance in den PopUp-Store.

Farb- und Musikrausch in St. Lukas © us

Jazzrausch in St. Lukas

Lust auf viel, viel mehr machte das Bergson-Team auch mit der Uraufführung „For Heaven’s Sake“ in der Münchner Kulturkirche St. Lukas. Die Jazzrausch Bigband - „orchestra in residence“ im zukünftigen Bergson – und Komponist Leonhard Kuhn versprachen einen Abend mit „Clubkultur und Spiritualität, Architektur und Raumakustik“. Mit den in der ganzen Kirche verteilten Jazzrausch-Musiker, den sich frei bewegenden Gästen, die die Musik entweder im Kopfhörer hatten oder analog hörten, und der gigantischen Lichtshow war die Uraufführung tatsächlich spektakulär.

„Wir probieren heute ein clubmäßiges Konzert. Der Clou ist der Kopfhörer“, begrüßte Maximilian Mayer die über 1.000 Konzertbesucher und dankte der Kirche und der Stadt für die Möglichkeit des Experimentes. „Nutzt den Raum, werdet selbst Teil der Performance. Unser Komponist Leonhard Kuhn hat das Gebäude, die Atmosphäre, das Universum und die imaginäre Zeit vertont“, erklärte er weiter und kündigte an: „Nach der Uraufführung in St. Lukas wird die Show nächstes Jahr auch im Bergson zu sehen sein.“

Man darf also gespannt sein aufs Gesamtkunstwerk an der Bergson-Straße ab Mai. Die Bergson-Kunst in Konzerten und momentan im PopUp-Store am Marienplatz gibt schon jetzt einen super Vorgeschmack darauf.

Roman Sladek und Maximilian Mayer (v.l.) begrüßten die über 1.000 Konzertgäste.

Rechts im Bild Komponist Leonhard Kuhn.