Ein Defibrillator kann Leben retten – und ist jetzt auch in Aubing öffentlich zugänglich: an der Vorderseite des Rot-Kreuz-Hauses in der Altostraße 14. Zur Einweihung kamen Vertreter aus Politik, Unterstützer des Projekts, der Pate des Geräts, BRK-Mitglied Thomas Eichner, sowie BRK-Kameraden aus Pasing und Aubing.
Mission “Kampf gegen den Herztod”
Warum die Pasinger? Das hat eine Vorgeschichte. Denn aus den Reihen der Pasinger entstand die Mission “Kampf gegen den Herztod”. Nach einer gelungenen Rettungsaktion im privaten Umfeld entstand der Wunsch, möglichst viele Defis im öffentlichen Raum bereitzustellen. “Im Ernstfall einen Defi zu benutzen, ist absolut notwendig und sehr einfach. Die Chance, damit ein Leben zu retten, ist hoch. Jeder sollte sich damit auseinandersetzen”, meinte Kilian May vom BRK Pasing.
„Nach Standorten an der Blutenburg und am BRK-Haus in Pasing gibt es nun auch in Aubing einen Defibrillator. “Wir freuen uns sehr und möchten die heutige Einweihung als Startschuss nehmen, um noch mehr Geräte in Aubing zu installieren”, meinte BRK-Leiterin Ramona Gesche. “Die Bedienung ist einfach. Wenn man das Gerät öffnet, spricht es mit einem. Man kann nichts falsch machen und folgt nur den Anweisungen. Schere, Rasierer - alles ist dabei.”
Warum ist das so wichtig? Beim plötzlichen Herztod gerät das Herz oft in Kammerflimmern - es zuckt nur noch, statt zu pumpen. Der AED gibt einen gezielten Stromstoß ab und setzt damit das Herz “auf Anfang” zurück. Zeit ist alles! Pro Minute ohne Hilfe sinkt die Überlebenschance um etwa 10 %. Ein AED im öffentlichen Raum ist also wie ein Feuerlöscher fürs Herz.

Projekt mit vielen Unterstützern
Das BRK kümmert sich um die Wartung, die Beheizung des Geräts und um Schulungen. Das kostet natürlich alles Geld. “Danke an die Firma Huber aus Kehlheim, die uns mit einem absolut unschlagbaren Preis entgegengekommen ist. Und vielen, vielen Dank an den Paten des Geräts Thomas Eichner.” Der hatte als Bosch-Mitarbeiter die firmeneigene Stiftung Cents for Help als Sponsor gewinnen können. “Die Stiftung hat uns bisher 2.000 Euro bewilligt. Weitere Hilfe wird es geben, damit auch die Wartung unterstützt wird”, sagte Eichner.
“Vielen Dank für die Initiative und die Organisation”, meinte BA-Vorsitzender Sebastian Kriesel und verwies auf das auch vom BA unterstützte größere AED-Gerät inklusive EKG-Funktion für den Einsatzwagen. “Es ist wichtig, dass die Bevölkerung viele Möglichkeiten zur Hilfestellung hat. Ich wünsche dem Projekt weiterhin viel, viel Erfolg.”
Wer unsicher ist oder mehr erfahren möchte, kann beim BRK Erste-Hilfe- oder Auffrischungskurse besuchen. Dort wird auch der Einsatz von Defibrillatoren erklärt. Die Kurse sind am besten auf der Homepage nachzulesen (. Und nicht vergessen: am 10. Mai ist großer BRK-Familientag zur Feier des 115jährigen Jubiläums.
