2016 erhielt das Baureferat den Auftrag, für 1,5 Mio. einen vorläufigen Anschluss der Aubinger Allee an die Autobahn A99 zu schaffen, das ist in Freiham die Anschlussstelle Germering Nord.

Zubringerstraße seit sechs Jahren geschlossen
Obwohl diese Straße 2019 für Baustellenverkehr eröffnet wurde, entschied das Mobilitätsreferat, die Straße sechs Jahre lang nicht für den allgemeinen Verkehr freizugeben. Die Anwohner wurden immer wieder vertröstet, dass diese Straße geöffnet wird, sobald das ZAM eröffnet wird. Das Einzelhandelszentrum ist nun seit mehr als zwei Jahren in Betrieb und löst zusammen mit mehr als 8.000 Einwohnern und dem Schulcampus und Sportcampus einen erheblichen Autoverkehr auf der Bodenseestraße aus. Die Zubringerstraße ist immer noch für den öffentlichen Verkehr gesperrt.
Das Mobilitätsreferat begründete ihren Beschluss damit, dass die Straße durch den Baustellenverkehr stark verschmutzt und die Beleuchtung unzureichend sei. Die Lokalpolitiker widersprechen: „Die Straße ist so mit Reflektions-Barken ausgebaut wie eine Landstraße. Es gibt viele vergleichbare Fälle in München, wo keine Straßenbeleuchtung vorhanden ist. Wir fordern, dass diese Straße für den allgemeinen Verkehr sofort freigegeben wird“, so Kriesel, der auch auf unerlaubten Schleichverkehr zu Ungunsten der angrenzenden Stadtteile aufmerksam macht.
„Es kann nicht sein, dass der Ehrliche der Dumme ist und weite Umwege fahren muss, die die Bodenseestraße weiter belasten“, sagte er weiter. Denn für die Autofahrer hieße es offiziell: bitte weiträumig umfahren. „Wenn die 8.000 Bewohner von Freiham aber Durchfahrtsverbote ignorieren, dann trifft es auch die Bewohner von Aubing beziehungsweise der Pretzfelder Straße. Das verkehrliche Konzept von 2017 war immer ein Versprechen an die benachbarten Stadtviertel, dass der Verkehr von Freiham über die Autobahn und die Bodenseestraße abgewickelt wird“, so Kriesel weiter.
„Wir bitten daher erneut das Mobilitätreferat, hier das Durchfahrt verboten Schild abzunehmen oder zumindest für Autos mit dem Zusatz „Anlieger frei” freizugeben“, ergänzt Stadtrat Gradl, der mit seinen Kindern selbst in Freiham wohnt.

Anwohnerparkplätze schaffen
Ihre Kritik ging noch weiter. Auch die Parksituation im Wohngebiet Freiham ist bei Anwohnern ein Ärgernis: Da der Stellplatzschlüssel mit damals 0,5 sehr gering angesetzt ist, stehen zahlreiche Autos an der Oberfläche, auf nicht genutzten Baustellenflächen oder reduzieren die Breite der Bewohner-Straßen, so dass ein Begegnungsverkehr nur sehr eingeschränkt möglich ist.
„Die grün-rote Stadtratsmehrheit hat eine ein Parklizenz für Freiham 2025 beschlossen, das bedeutet, dass man tagsüber nur noch mit Parkscheibe eine reduzierte Zeit stehen darf und nach der Herstellung der Straßenrandbereiche mit Gehsteigen viele 100 Stellplätze wegfallen würden. Wir setzen uns in einem Arbeitskreis mit der Verwaltung dafür ein, dass zumindest sehr schnell einen Anwohnerparkplatz geschaffen werden kann“, sagt Sebastian Kriesel, der für den Bezirksausschuss an diesem AK regelmäßig teilnimmt.