Zwei-drei Dutzend Sanierungsprojekte habe das Stadtteilmanagement für den 22. Stadtbezirk in der Schublade, so Stadtteilmanager Daniel Genée. Zwei davon stehen kurz vor der Umsetzung. Es handelt sich um die Aufwertung der beiden öffentlichen Grünflächen „ehemalige Pferdeschwemme“ entlang der Schwemmstraße und „An der Pferdekoppel“ an der Sulzemooser Straße. Beide sollen kleine Parks werden. „Der Stadtrat hat dazu final entschieden. Es ist ein tolles Projekt. Ich freue mich über die Aufwertung des Aubinger Ortskerns mit neuen Wegebeziehungen. Dem Ortskern von Aubing wird das sehr guttun", sagte Genée.
Kleine Parks für 2,5 Millionen
Die rund 800 Quadratmeter große Fläche „Pferdeschwemme“ soll zukünftig in Form von bespielbaren Holzpferden und einem kleinen Wasserspiel mit Pumpe und Holzdeck erlebbar werden. Daneben gibts Bänke.
Die Pferdekoppel mit einer Fläche von ungefähr 1.600 Quadratmetern soll naturnah aufgewertet werden. Hier sind eine Streuobstwiese und Wildblumenwiesen geplant. Dazwischen wird eine hohe Schaukel und eine Kletterstruktur, die sowohl von Kindern als auch Erwachsenen genutzt werden können, installiert. Komplettiert wird das Arrangement mit Bänken unter einer berankten Pergola sowie Wellenliegen und Hängematten.
Geplant wird daran eigentlich schon lange. Im letzten Jahr fand zudem ein Bürgerworkshop statt, dessen Ergebnisse den direkten Weg in die Planungen fanden. Nach dem OK aus dem Baureferat und der finanziellen Zusicherung der nötigen 2,5 Millionen Euro aus dem Topf der Bund-Länder-Städtebauförderung „Sozialer Zusammenhalt“ diskutierte der Bezirksausschuss 22 (BA) im Februar übers Projekt.
Gehwege? Vielleicht später
„Die beiden Flächen wurden uns erstmals im März 2024 vorgestellt“, so Robert Brenner in der BA-Sitzung. „Mich freut, dass es nun endlich ein fertiges, umsetzbares Ergebnis gibt. Es ist ein tolles Projekt.“
Eine kleine Kritik äußerte Karin Binsteiner. „Das Gebiet an der ehemaligen Pferdeschwemme in der Aubinger Schwemmstraße ist bisher ganz ohne Gehsteig. Den vermisse ich auch jetzt in der Planung. Zur Sicherheit der Fußgänger sollte ein Gehweg in die Planung unbedingt aufgenommen werden“, sagte sie.
Umsetzung in 2026
„Ich würde den Fußweg erstmal weglassen“, meinte Robert Brenner, „damit die Umsetzung starten kann. Wenn es später Probleme gibt, können wir immer noch nachjustieren.“ „Ein Gehweg wäre gesondert zu betrachten“, so auch BA-Vorsitzender Sebastian Kriesel. „Der zählt zu Straßenbaumaßnahmen und hat primär mit der Gestaltung der Grünfläche nichts zu tun. Ich würde den Gehweg auch erst einmal außen vorlassen.“ Und nach der einhelligen Zustimmung des BA meinte Sebastian Kriesel: „Ich freue mich sehr, dass es jetzt weitergeht.“
Ein wenig Geduld brauchen die Aubinger aber trotzdem noch. Denn die Umsetzung soll voraussichtlich 2026 erfolgen, bestätigte das Baureferat.