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+++ Letzter Halt: Freiham +++

Startschuss für die U-Bahn nach Freiham: der Platz für den Bahnhof Freiham-Zentrum ist jetzt mit dem Spatenstich durch Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer und Mobilitätsreferent Georg Dunkel markiert.

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📸 Marion Bergmann

Der Vorlauf für die U-Bahn nach Freiham ist enorm. Die Verlängerung der Linie 5 von Laim in Richtung Westen steckt eben noch vor dem Willibaldplatz fest, und vor 2032 wird die U-Bahn nicht nach Pasing einrollen.

Doch die Vorplanungen der Stadt für die Weiterführung der U-Bahn nach Freiham stehen fest. Der Spatenstich fürs Vorhaltebauwerk zum künftigen U-Bahnhof in Freiham wurde soeben von Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer und Mobilitätsreferent Georg Dunkel vollzogen.

Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer und Mobilitätsreferent Georg Dunkel.

## Platzhalter auf der grünen Wiese

Ehbauer betonte, dass das Vorhaltebauwerk auf der grünen Wiese für den künftigen U-Bahnhof Freiham wichtig sei und Abläufe vereinfache. „Das erspart der Stadtsparkasse erhebliche Mehrkosten“, so Ehbauer.

(Noch mehr) Beeinträchtigungen, aufwendige Verkehrsumleitungen und dergleichen könnten umgangen werden. „Vor allem aber ist die Maßnahme ein klares Bekenntnis der Landeshauptstadt zum U-Bahn-Bau und einem leistungsstarken ÖPNV", so Ehbauer in der Presseerklärung.

## Die Stadt-Pläne

Und für Mobilitätsreferent Dunkel war der Spatenstich ein Startsignal. „Freiham soll als autoreduziertes Quartier ein Leuchtturmprojekt für ganz München sein“, so Dunkel in der Erklärung. „Es freut mich, dass wir heute gemeinsam den Startschuss dafür geben konnten.“

Die künftige Trasse soll wie folgt verlaufen: von Pasing übers Westkreuz, die Radolfzeller und Riesenburgstraße bis zum U-Bahnhof Freiham-Zentrum mit Aufgängen zum Quartierszentrum und am Zubringer zur A99.

Das Vorhaltebauwerk wird in aufwendiger Schlitzwand-Deckel-Bauweise errichtet und bekommt voraussichtlich im Jahr 2026 den ersten Bauwerksdeckel. Als Voraussetzung für den Bau und als erster Bauschritt wird der Autobahnzubringer in seiner endgültigen Lage über dem U-Bahn-Bauwerk verlegt. Für die gesamten Maßnahmen hat der Stadtrat Ausführungskosten in Höhe von 94,1 Millionen Euro genehmigt.

## Freihamer Situation

Bis die U-Bahn endlich nach Freiham fährt, müssen die Freihamer weiterhin auf die S-Bahn und den Bus vertrauen und sich in Geduld üben.

BA-Vorsitzender Sebastian Kreisel erklärte zum Spatenstich: „Es ist gut, dass nun das Vorhaltebauwerk für den Bahnhof Freiham gebaut wird. Aber das ist leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn die U-Bahn wird erst in den späten 30er Jahren dieses Jahrhunderts in Freiham fahren und halten. Bis nun endlich Fahrgäste dort mitfahren, dauert es viel zu lange. Hier muss deutlich mehr Tempo gemacht werden.“