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Leben für die Blutenburg

Ehrung für Andreas Ellmaier: Der Verein „Freunde Schloss Blutenburg“ prägt das Engagement rund um die Blutenburg – und blickt mit Weinfest an Christi Himmelfahrt und Dorffest am 14. Juni nach vorn.

[US]

Rund um die Blutenburg wird sichtbar, was bürgerschaftliches Engagement tragen kann – wenn viele Fäden in einer Hand zusammenlaufen. Der über 50jährige Verein „Freunde Schloss Blutenburg“ mit 30 Mitgliedern (das wurde bei Gründung 1974 so festgelegt) und über 800 Fördermitgliedern wirkt dabei als Ideengeber und Organisator und prägt das Geschehen. Kurt Faltlhauser,Andreas Ellmaier, Klaus Holetschek und Johann Wittmann (v.l.) bei der Ehrung.

Ehrung für den Vereinsvorsitzenden Andreas Ellmaier

Jetzt rückte der Verein selbst ins Rampenlicht: Vorsitzender Andreas Ellmaier erhielt die Alois-Glück-Medaille aus den Händen von Klaus Holetschek, MdL und CSU-Fraktionsvorsitzender, für seine ganz besonderen, bürgerschaftlichen Erfolge. Kurt Faltlhauser lobte zur Begrüßung Ellmaiers “Gestaltungswille, Ideenreichtum und Umsetzungsführung”. “Er hat die Blutenburg zum kulturpolitischen Zentrum im Münchner Westen gemacht. Damit ist er ein würdiger Träger der Alois-Glück-Medaille. Schön, dass die Ehrung in “seiner” Blutenburg verliehen wird”, so Faltlhauser weiter. Andreas Ellmaier zur Ehrung: “Ich bin tief bewegt und stolz.”

Zur Ehrung selbst bezeichnete Holetschek den Geehrten als “Gesamtkunstwerk, an dem man sich reiben kann, das aber stets etwas Besonderes ist und in Erinnerung bleibt.” Neben seinen beruflichen Stationen im Hotel- und Gaststättenverband sowie im Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hob er Ellmaiers langjähriges Engagement im Verein hervor, dem er seit 1986 angehört – seit 2000 als Vorsitzender. Die Auszeichnung sei „Ausdruck unserer tiefen Anerkennung, unseres Respekts und unseres Dankes“.

Ellmaier selbst zeigte sich sichtlich bewegt: „Ich bin stolz und sehr dankbar.“ Zugleich betonte er: „Das ist keine Einzelleistung – da gehören viele dazu.“

Fischessen verbindet Kunst und soziales Engagement

50 Jahre Vereinsarbeit spiegeln sich in einer Vielzahl von Veranstaltungen – von Dorf- und Weinfesten über Weihnachtsmärkte bis hin zu Kunstausstellungen. Ein fester Bestandteil ist das traditionelle Fischessen zu Beginn der Fastenzeit.

Wie gut der Verein im Münchner Westen vernetzt ist, zeigte sich beim 15. Fischessen: Schauspielerin Jutta Speidel hielt die Festrede und versteigerte ein Bild des Künstlers Josef Wahl aus ihrem Besitz. Der Erlös von 550 Euro kommt ihrem 1997 gegründeten Verein Horizont e.V. zugute, der sich für obdachlose Kinder und deren Mütter einsetzt. Bildversteigerung beim Fischessen: Johannes Wimmer, Jutta Speidel, Hans Böhmer, Monika Baumgärtner und Johann Wittmann.

Kunst&Kultur trifft Gemeinsinn

Ebenso fest verankert sind die inzwischen zweimal jährlich organisierten Ramadamas rund um die Blutenburg. Diesmal griffen mehr als 30 engagierte Bürger zu Handschuhen und Müllsäcken und sammelten Abfälle entlang der Würm, auf Wegen und Wiesen sowie rund um die Burg bis zum Zehetstadel – leise, tatkräftig, selbstverständlich.

Zweiter Vorsitzender Johannes Wimmer gab dabei auch einen Ausblick: „Den Auftakt macht unser Pfälzer Weinfest rund um Christi Himmelfahrt. Am 14. Juni folgt unser Dorffest – diesmal gemeinsam mit dem Kunstfest des KünstlerSpectrums. Wir freuen uns auf ein Familienfest mit Musik, Genuss und vielen Attraktionen.“ Ramadama um die Blutenburg bis zum Zehetstadel mit anschließender Brotzeit für die Helfer.