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Ärger wegen neuer Schranken-Schließzeiten - der BA soll sich kümmern

Lokalpolitik im Februar

Bevor morgen, am 18. März, um 19 Uhr der Bezirksausschuss 22 in der Freihamer Mensa tagt, hier noch eine Zusammenfassung über die Themen, die zur Februar-Sitzung behandelt wurden.

[MK]

Anträge der Fraktionen

Wann wird der gesperrte Treppenzugang am Bildungscampus Freiham geöffnet? Die Treppe, die die Bushaltestelle „Bildungscampus Freiham“ mit dem Skaterpark und dem Campusgelände verbindet? „Damit fehlt eine wichtige direkte Verbindung für Schülerinnen, Schüler und Besucher des Skaterparks“, erklärte Robert Brenner (SPD).

Ebenfalls forderte die SPD eine stabile S-Bahnverbindungen von Pasing zum Heimeranplatz, die ja eigentlich während der Stammstreckenarbeiten schon recht zuverlässig existieren. Das Mobilitätsreferat soll gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft prüfen, warum ein dauerhafter Betrieb bislang nicht vorgesehen ist, welche betrieblichen Einschränkungen bestehen und ob auch andere Linien die Strecke nutzen könnten. Ziel ist eine höhere Betriebssicherheit und bessere Umsteigemöglichkeiten, etwa zur U5.

Warum kommt es In der Osterangerstraße sowie den angrenzenden Straßen Korbmacherweg und Leinweberweg es immer wieder zu Abschleppmaßnahmen, die teilweise nachträglich aufgehoben werden müssen? Christian Stockmann (CSU) fordert „Klarheit über den rechtlichen Status“: „Man weiß einfach nicht, welche Flächen öffentlich und welche privat sind. Wichtig sind für die Betroffenen klare Zuständigkeiten und ein geordneter ruhender Verkehr.“

Gibt es Schulwegsicherheit in der Pirolstraße? Zwar hatten alle Fraktionen bereits Maßnahmen gefordert. Die Grünen nehmen nun die Bauarbeiten zum kleinen Neubaugebiet zum Anlass, um noch einmal nachzuhaken. Hintergrund ist eine Gefahrenstelle auf Höhe des Rohrdommelwegs. Der Bordstein-geführte Gehweg endet abrupt, die geschotterte Fortsetzung wird häufig als Parkplatz genutzt. Fußgänger – darunter viele Kinder auf dem Weg zur Grundschule Schubinweg – müssen auf die Fahrbahn ausweichen. Alice Beining (Grüne): „Zwar ist im Zuge des geplanten Neubaugebiets an der Heuglinstraße langfristig eine Verbesserung zu erwarten, doch muss die Schulwegsicherheit bereits in der Übergangs- und Bauphase gewährleistet werden.“

Ende Gelände am Rohrdommelweg Ebenfalls die Grünen-Fraktion will die mobile Digital-Geschwindigkeitsanzeige mit Smiley aus der Langwieder Hauptstraße in die Aubing-Ost-Straße verlegen. Vorgeschlagener Standort: zwischen den Hausnummern 18 und 22 in Richtung des dortigen Zebrastreifens.

Bürgeranliegen im Februar

Der Bahnübergang Brunhamstraße erregte die Gemüter. Seit dem Umbau der Schrankenanlage Ende 2025 hat sich die Schließzeit von eineinhalb auf bis zu vier Minuten pro Durchfahrt erhöht. Die Folge: Staus, Lärm, Abgase – und große Wut bei Anwohnern und Autofahrern. „Knapp zwei Jahre lang gab es kaum mehr Staus und Wartezeiten“, so ein Anwohner in seinem Bürgeranliegen. Doch seit dem Umbau ist der Frust groß. Besonders betroffen sind die Bewohner im südlichen und nördlichen Bereich des Bahnübergangs. Die Schranken bleiben in den letzten Wochen deutlich länger geschlossen, der Verkehr staut sich, die Belastung durch Abgase und Lärm steigt spürbar. Das Bürgergremium wird mit Beschwerden überflutet.

Seit 2019 dokumentieren die Anwohner am Waldseeweg in Lochhausen akribisch, was für sie ein „Dauerärger“ ist: Die Müllabfuhr lässt ihre Abfalltonnen regelmäßig stehen. In einem Brandbrief an den Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) sprechen sie von „bewusster Nichtleerung“ und listen Dutzende Fälle auf, in denen der Müll im Wendehammer nicht mitgenommen wurde. 2021 hatte es zwar eine Einigung gegeben – doch diese Kompromisslösung sei in fünf Jahren „kein einziges Mal“ umgesetzt worden. Der Abfallwirtschaftsbetrieb begründet die Ausfälle mit Glätte, fehlenden Rangiermöglichkeiten und blockierenden Fahrzeugen wie einem Kleinbagger. Die Anwohner jedoch sehen das Problem ganz woanders: „Der langjährige Fahrer des Müllwagens stellt sich seit Jahren quer“, wirft ein Bewohner dem AWM vor. „Wenn wir uns beschweren, wird extra nicht geleert – aus Trotz.“ Die Situation eskaliert – und die Geduld ist aufgebraucht. Tonnen-(nicht)-Leerung in Lochhausen

Probleme gibt es seit einiger Zeit beim Apartmenthotel am Westkreuz an der Friedrichshafener Straße 17. „Unsere Gäste können nicht mehr – ohne mit einem Strafzettel zu rechnen – bis zu unserem Hoteleingang vorfahren, um ihr Gepäck aus- oder einzuladen“, so die Gästehaus- Leiterin. Dabei war diese Praxis bisher von der Polizei geduldet worden – obwohl der Bereich offiziell als Fußgängerzone ausgewiesen ist. Die Stadt soll jetzt eine offizielle Lösung ermöglichen. Bis dahin heißt es: schleppen oder Bußgeld riskieren.

In der Aubinger Straße – zwischen Seldeneckstraße und Ravensburger Ring – wird das Überqueren für Fußgänger zum Risiko. „Die Situation ist gefährlich, für Fußgänger wie für Autofahrer“, warnt ein Bürgeranliegen. Schuld sind die beidseitig abgestellten Fahrzeuge, die die Sicht einschränken. Hupen, Vollbremsungen und Beinahe-Unfälle gehören zum Alltag. Als Lösung wird ein dauerhaftes, einseitiges Parkverbot vorgeschlagen.

Ein massiver Betonklotz, eine gesperrte Feuerhausstraße und ein auf wenige Zentimeter verengter Gehweg: Im Kreuzungsbereich Alto-/Feuerhausstraße herrscht aktuell Chaos. Fußgänger, Radfahrer und Rollstuhlfahrer werden auf die viel befahrene Fahrbahn gedrängt – ein „nicht hinnehmbarer“ Zustand, wie ein Bürger kritisiert. Auch BA-Chef Sebastian Kriesel (CSU) warnt: „Die Situation ist sehr gefährlich.“ Er fordert die Stadt auf, umgehend für schnelle Abhilfe zu sorgen.

In der Roman-Herzog-Straße sowie im gesamten Neubaugebiet Freiham eskaliert immer wieder die Parksituation: Zugeparkte Gehwege, blockierte Zufahrten und Rücksichtslosigkeit prägen den Alltag. „Die Zustände sind nicht mehr hinnehmbar“, klagt erneut ein Anwohner, der hier die Polizei in der Pflicht sieht. Er hält seine Forderung nach konsequenter Verkehrsüberwachung – mit Strafzetteln und Abschleppen – für sehr dringlich. „Nur so lässt sich das Chaos eindämmen“, meint er. Dass es sich dabei nicht um ein Einzelproblem handelt, bestätigt das Bürgergremium. „Wir erhalten ständig Beschwerden aus dem gesamten Neubaugebiet“, heißt es. Die Stadt ist gefragt, endlich vertretbare Lösungen zu finden.

Die Freihamer Parkplatzmisere ist nicht neu. Nun wurde das Problem erneut thematisiert. AUsgang? Fraglich!