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Neues Bündnis für den Bezirksausschuss 22

Im Münchner Bezirksausschuss 22 tritt zur kommenden Wahl ein neues Team aus FDP, ÖDP und der Gruppierung „Bürgerinnen und Bürger des 22“ an. Auf dem Wahlzettel erscheint es als „Liste 6, Freie Demokratische Partei / Ökologisch-Demokratische Partei (FDP / ÖDP)“. Ziel des Bündnisses ist es, die Lebensqualität im 22. Stadtbezirk zu sichern und weiter zu verbessern.

[Pressemeldung/Jürgen Müller]

Vertreterinnen und Vertreter zweier Parteien sowie zahlreiche engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Bezirk wollen unterschiedliche Perspektiven in die Arbeit des Gremiums einbringen.

Überparteiliche Zusammenarbeit im Fokus

Nach eigener Darstellung haben sie sich zusammengeschlossen, um die anstehenden Herausforderungen bewusst über Parteigrenzen hinweg anzugehen. „Parteipolitik ist auf der Ebene der Bezirksausschüsse kein Kriterium. Hier geht es um den Bezirk und nicht um politische Machtspiele“, sind die Bewerberinnen und Bewerber überzeugt. Gleichzeitig betonen sie die Bedeutung eines guten Drahts in den Stadtrat, der durch die Beteiligung zweier Parteien und einflussreicher Persönlichkeiten aus dem Bezirk gewährleistet sein soll. Die Kandidatinnen und Kandidaten sind nach Altersgruppen und Berufen breit aufgestellt und in allen Vierteln des Bezirks verankert. Nach eigener Einschätzung kennen sie damit die Probleme vor Ort und wissen, „wo der Schuh drückt“ und wofür sie sich einsetzen müssen. „Auf der Liste haben wir eine derart geballte Expertise aus allen Teilen des 22. und aller Altersgruppen, wie ich sie noch nie gesehen habe“, sagt Listenkoordinator Jürgen Müller. Das Team kündigt an, gemeinsam zahlreiche Veränderungen im Bezirk anstoßen zu wollen.

Verkehr, Naherholung und Infrastruktur als Schwerpunkte

Zu den aus Sicht des Bündnisses drängendsten Herausforderungen zählt ein tragfähiges Verkehrskonzept für den 22. Stadtbezirk. Als Beispiel wird die geplante Verlängerung der U5 nach Freiham genannt, die nach Auffassung des Teams vor dem weiteren Ausbau des Stadtteils realisiert werden müsse, um negative Folgen für den gesamten Bezirk zu vermeiden.

Auch im neuen Stadtteil Freiham sehen die Kandidierenden deutlichen Nachsteuerungsbedarf beim bestehenden Mobilitätskonzept. Zudem fordern sie mehr Naherholungsflächen und regen an, die Nutzung der sogenannten Potentialfläche neu zu denken – etwa mit einem Frei- oder Hallenbad.

Darüber hinaus nennen sie Defizite bei Schulen, sicheren Schulwegen und der ärztlichen Versorgung, die gezielt angegangen werden sollen. Die Palette der Themen reiche, so das Bündnis, vom geschlossenen Bürgersaal am Westkreuz im Südosten bis hin zu mangelnden Schul- und Betreuungsplätzen in Lochhausen im Nordwesten.

Begrenzter Einfluss, hoher Anspruch

Den Einfluss des Bezirksausschusses schätzt das Team realistisch ein. „Es wird nicht einfach, der Einfluss des BA ist begrenzt, das wissen wir. Wir müssen die Interessen des Bezirks mit deutlich mehr Vehemenz gegenüber Politik und Verwaltung vertreten“, sagt Spitzenkandidat Christian Scheufele (FDP).

Für Rückendeckung sollen jedoch enge Kontakte in den Stadtrat sorgen. „In enger Zusammenarbeit mit den Vertreterinnen und Vertretern im Stadtrat bekommen wir das schon hin“, erklärt Johann Sauerer (ÖDP), der sowohl auf Platz 2 der ÖDP-Liste für den Stadtrat als auch auf Platz 8 für den Bezirksausschuss kandidiert.

Weitere Infos: www.ba-22.de