Mit einem gemeinsamen Statement rufen die Pasing-Obermenzinger BA-Mitglieder zur demokratischen Wahl auf:
„Unterschiedliche Meinungen sind der Motor unserer Demokratie. Wir im Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing ringen oft über den besten Weg für unser Viertel – ob Grüne, CSU, SPD, Freie Wähler, ÖDP oder FDP. Aber in einem Punkt sind wir uns absolut einig: Unsere Demokratie lebt vom Mitmachen und vom Respekt. Deshalb rufen wir Sie gemeinsam auf: Geben Sie Ihre Stimme den demokratischen Kräften! Gehen Sie wählen. Für ein Pasing-Obermenzing, das bunt, vielfältig und demokratisch bleibt."

Anträge im Februar
Auch in den drei Anträge zeigte der BA 21 Einigkeit.
Mit einem interfraktionellen Antrag setzte sich der BA für „geeignete Lagermöglichkeiten zur kulturellen Nutzung des Ebenböckhauses in Pasing“ ein. Hintergrund ist der Plan der Stadt München, die Garage (derzeit genutzt als Lagerraum für Veranstaltungen) fürs Artist-in-Residence-Programm umzufunktionieren. Doch damit wäre das Kulturprogramm gefährdet. Denn wohin mit den Stühlen, Bänken, Tischen, Sitzkissen, Sonnenschirmen, mit der Veranstaltungstechnik und dem Getränkevorrat? „Die Veranstaltungen sind vielfältig, zahlreiche Veranstalter sind dort aktiv, unter anderem: Pasinger Fabrik, Kinder- und Jugendwerkstatt, das Archiv der Arbeiterbewegung, das Kulturforum, die Kammermusik Pasing, die VHS, das Musikforum Blutenburg“, heißt es in der Begründung. Die Garage müsse erhalten bleiben oder es muss für einen ebenerdigen Ersatz gesorgt sein, forderte der BA.
Haus für Kinder wird dringlich
Der BA setzt sich für den Neubau des Hauses für Kinder an der Pippingerstraße 95 ein. Der über zehn Jahre währende Leerstand hat aus dem großen Haus eine komplette Ruine gemacht, woran auch Planungen, Gegenplanungen und Diskussionen zwischen den Referaten Anteil haben. Der BA setzt sich dafür ein, dass das Objekt aus dem Status „Untersuchungsauftrag“ herausgenommen wird. Die „extrem angespannte Versorgungssituation“ an Betreuungsplätzen macht dies dringend.
Bahn baut irgendwas, BA protestiert
Der „gemeinsame Dringlichkeitsantrag“ zielt aufs Bahnhofsgebäude Pasing-Nord ab. Die Bahn will neu bauen, der BA will eine ansprechende Gestaltung zum Wohle der Bürger mit passendem Entrée ins August-Exter-Viertel, mit Fahrradabstellplätzen und vor allem einer vielfach gewünschten WC-Anlage. Nun hat die Bahn einen Preiswettbewerb durchgeführt, die Forderungen des BA kamen nicht zur Berücksichtigung. Der BA dazu: „Mit Blick auf den Erhalt eines Mindestmaßes an Baukultur am Rande der Pasinger Villenkolonie sind die Zuschlagskriterien schlicht falsch gewichtet.“ Die Forderung: „Zumindest die Stadtgestaltung ist mit dem Projekt zu befassen“, heißt es im Dringlichkeitsantrag., der ebenso ein BA-Mitspracherecht und eine umfassende Information durch die Bahn verlangt.