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V.l. Annette Lindner, Renate Herburger, Wolfgang Köck, Monika Götz, Karin Wölbl, Ruth Reber.

Aubinger Nachbarschaftshilfe zieht Bilanz

225 Mitglieder, 70 aktive Ehrenamtliche, 1.500 Fahrten und Hilfe im Alltag: Die Aubinger Nachbarschaftshilfe blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück.

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Mit einem gemeinsamen Frühstück startete die Aubinger Nachbarschaftshilfe ins neue Jahr – Zeit für Rückblick, Zahlen und Dank an die Ehrenamtlichen, die den Verein tragen. „Unser Kick-off“, meinte Vorstandsmitglied Wolfgang Kück und konnte sich gleich über eine Flasche Wein mit besonderem Etikett als Dank für seine Arbeit freuen. „Es macht Spaß, hier mitzumachen. Es ist eine schöne, entspannte Atmosphäre im Verein. Ich glaube, das überträgt sich auch an diejenigen, denen wir helfen können.“

Nachbarschaftshilfe in Zahlen

Die Nachbarschaftshilfe in Zahlen aus dem letzten Jahr liest sich zumindest sehr beeindruckend: 2012 gegründet, 225 Mitglieder. Die tragende Säule sind die 70 aktiven Ehrenamtliche n, die sich um rund 150 Hilfsbedürftige kümmern.

Was wurde getan? 244 geleistete Einkaufsstunden, in denen 11 Klienten auch mitgefahren sind. 450 Einkaufsstunden, in denen Klienten „nur“ beliefert wurden. Mit dem Fahrdienst wurden 1.500 Leute befördert, nämlich rund 800 ins ASZ und rund 700 zu medizinischen Einrichtungen.

Bemerkenswert ist die Altersspanne der Ehrenamtlichen: Die ältesten sind über 90 Jahre alt, der jüngste Helfer Anfang 40, der sich eigentlich an die Nachbarschaftshilfe gewandt hat, um Hilfe in Deutsch zu bekommen und nun einer älteren Dame vorliest und ihr Gesellschaft leistet. „Auch interessant zu wissen, dass Fahrten bei uns 4 Euro kosten, nach Pasing zum Arzt geben die Leute aber etwas mehr“, so Wolfgang Kück. „Der niedrige Preis ist in unserer Satzung festgeschrieben. Es geht uns einfach darum, dass die Leute am Leben teilnehmen können.“

Helfen heißt, auch warten können

Eine Hilfe unter Nachbarn im wahrsten Sinn des Wortes. „Wer uns hilft als ehrenamtlicher und auch wem geholfen wird, der muss nicht Mitglied im Verein sein. Das ist auch wichtig!“, so Wolfgang Kück, der seit neun Jahren im Team ist und Fahrdienste übernimmt. Was ist für ihn und sein Ehrenamtlich wichtig? „Pünktlichkeit, warten können und zuhören. Denn manchmal geht es mit einem Klienten zum Arzt und die Ergebnisse sind vielleicht nicht so positiv.“

Neben der ganz konkreten Nachbarschaftshilfe sammelt der Verein auch Spenden, um Bedürftige in Not zu unterstützen. Im letzten Jahr wurden in diesem Rahmen rund 11.000 Euro weitergegeben. Diese vielen Leistungen sind möglich, weil die Aubinger Nachbarschaftshilfe fest im Sozialnetz der Stadt und der Caritas hängt und außerdem mit professionellen Anbietern zusammenarbeitet.

Was bleibt und was gebraucht wird:

Zum Jahresstart-Frühstück dankte Vereinsgründerin und Vereinsvorsitzende Monika Götz „für Ihr ganz großes und wunderbares Engagement! Wir können uns jederzeit an Sie wenden und finden immer Hilfsbereite“, meinte sie und gab einen kleinen Ausblick auf die Highlights in 2026 mit der Vereinsfahrt nach Eichstätt im Juni, Fortbildungen und Mitarbeitertreffen.

Was als kleine Initiative begann, ist heute ein fester Bestandteil des sozialen Netzes in Aubing – getragen von Ehrenamtlichen, die Zeit, Geduld und Verantwortung übernehmen. „Ich freue mich, dass wir zu einer großen, festen Gemeinschaft gewachsen sind“, so Monika Götz am Rande der Veranstaltung. „Wir brauchen immer neue Helfer und freuen uns, wenn sich Engagierte bei uns melden. Ich kann jedem versichern, dass die Arbeit sehr viel Freude macht und man so unendlich viel zurückbekommen.“