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Lokalpolitik im 22. Stadtbezirk

Schulwegsicherheit, chaotische Parksituationen und mangelnde Orientierung durch neue Straßennamen – das waren die Hauptthemen der Dezembersitzung des BA 22. Eltern, Anwohner und Lokalpolitik schlagen vielerorts Alarm, doch spürbare Verbesserungen bleiben aus. Übrigens am 21. Januar um 19 Uhr tagt der BA erneut, wieder in der Mensa des Schulcampus Freiham. Ab 18.30 Uhr findet die Bürgersprechstunde statt.

[MK]

Die Sicherheit von Schulkindern im 22. Stadtbezirk sorgt seit Jahren für Ärger bei Eltern und Politik.

Gefährliche Schulwege

Im Dezember brachten die Grünen das Thema erneut im BA ein. Im Fokus standen gefährliche Schulwege in Lochhausen und Freiham. Ein Dauerbrenner war der Weg durch die Schussenrieder Straße zur Grundschule: Dort parken Autos häufig auf dem Gehweg, sodass sich die kleinen Schüler sich täglich zwischen Fahrzeugen hindurchzwängen müssen.

Trotz zahlreicher Bürgeranträge blieben Lösungsansätze seitens der Stadt bislang aus. Der Bezirksausschuss macht sich jetzt erneut stark für Fahrbahnmarkierungen, wie versetzte Parkbuchten und ein Schutzgeländer an der Kreuzung Lochhausener Straße/Schussenrieder Straße.

Riskanter Radweg nach Freiham

Auch der Schulweg für radfahrenden Kinder und Jugendliche von Aubing nach Freiham gilt als riskant. Gefährliche Querungen an Aubinger Straße, Limesstraße sowie zwischen Neideck- und Riesenburgstraße sollen durch bessere Ampelschaltungen und neue Radwege entschärft werden. Zudem sollen die Schüler künftig die sichere Unterführung am S-Bahnhof Leienfelstraße nutzen. Diese Verbindung ist schon im städtischen Radwegnetz vorgesehen, wartet aber noch auf die Umsetzung.

Straßenumbenennung verwirrt

Bereits vor einigen Monaten wurde ein Abschnitt der Schussenrieder Straße in Lochhausen umbenannt. Seither sorgt die neue Benennung jedoch für Verwirrung: Besucher, Lieferanten und selbst Rettungsdienste haben Schwierigkeiten, die Adresse eindeutig zu finden. CSU und FDP fordern die Stadt daher auf, zeitnah für eine klare und gut sichtbare Beschilderung zu sorgen, die den neu benannten Straßenabschnitt eindeutig ausweist.

Freiham leidet unter Parkdruck

Die Parksituation und der Autoverkehr in Freiham werden von den vor Ort wohnenden Neubürgern immer wieder beklagt. Wie eine Familie beschreibt, hat sich seit ihrem Einzug vor vier Jahren die Parksituation deutlich verschlechtert.

Gehwegparker und keine übersichtliche Überquerung der Fahrradstraße auf Höhe der Ellis-Kaut-Straße stellen ihrer Meinung nach nicht nur für Kinder und Senioren ein Sicherheitsrisiko dar. Wer mit einem Kinderwagen unterwegs ist, muss regelmäßig auf die Straße ausweichen. Als sehr schlimm wird auch die Parksituation abends und in der Nacht angesehen. Jeder parkt, wie er möchte, und Halteverbotsschilder gibt es nicht.

Streit um Parkzeiten

Kritik gibt es außerdem an der Verkehrs- und Parksituation in Freiham. Anwohner berichten von zunehmendem Parkdruck, zugeparkten Gehwegen und fehlenden Radwegen. Besonders für Kinder, Senioren und Eltern mit Kinderwagen sei die Situation gefährlich. Die Stadt soll prüfen, wo neue Radwege möglich sind, und kurzfristig Maßnahmen zur Entlastung ergreifen. Unmut herrscht auch über neu eingeführte Parkzeitbegrenzungen: Tiefgaragen reichten nicht aus, um den Bedarf zu decken.

Wildparken in der Roman-Herzog-Straße

Weitere Beschwerden betreffen die Fußgängerzone am Mahatma-Gandhi-Platz und die Roman-Herzog-Straße. Die Anwohner ist das Projekt „Fußgängerzone“ gescheitert. Falschparker blockieren Busse, Baustellenfahrzeuge und Garagenzufahrten. Anwohner werfen dem Mobilitätsreferat vor, illegales Parken in der Roman-Herzog-Straße zu dulden, und fordern ein konsequenteres Vorgehen.

Kinderärzte suchen dringend Praxisräume

Abseits des Verkehrs schlugen zwei Kinderärztinnen Alarm: Im gesamten 22. Stadtbezirk gibt es für sie keine geeigneten Praxisräume. Benötigt würden Flächen mit 120 bis 160 Quadratmetern und zwei Bädern – bislang ohne Erfolg.

BA-Besuch in der Praxis im November: Manfred Spannagel und Marion Bergmann (v.r.) erkundigten sich bei Dr. Michaela Meiswinkel und Dr. Sabine Brosch (v.l.) über den Stand der Praxissuche.