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Start zum Herbstfest 2025

2026: Was bleibt – was kommt?

Ein Gespräch über lokalpolitische Erwartungen an 2026 ist Rück- und Vorschau in einem. Denn alles, was im Kommunalwahljahr kommen wird, basiert auf der gesamten letzten Amtsperiode. Ein Blick zurück auf sechs Jahre im BA Aubing-Lochhausen-Langwied und auf Entscheidungen, die bleiben, mit BA-Vorsitzenden Sebastian Kriesel:

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Was macht Aubing und den Münchner Westen so besonders? „Die Gemeinschaft! Bei uns funktioniert das Miteinander. Wir haben eine starke Vereinslandschaft, viel Kultur, viel ehrenamtliches Engagement. Und wir können miteinander Feste feiern“, so Sebastian Kriesel. Wenn Stadt- oder Stadtteilpolitik, dann bitte auch immer zum Wohl der Gemeinschaft. „Das war und ist mir ein Anliegen. Und rückblickend hat dieses Gemeinschaftsgefühl auch immer mehr oder weniger in der Bezirksausschussarbeit funktioniert.“

Das „Flaschenhals“-Jahr 2026

Was war also und was bleibt? Sebastian Kriesel nennt 2026 den „Flaschenhals“. „Bei sehr vielen Projekten stehen Entscheidungen an, wie es weitergehen soll. Oder es beginnt die Umsetzung von lang geplanten Dingen. Es wird spannend.“ Es gebe eine lange Reihe von Projekten, „die uns noch lange, sehr lange begleiten werden.“

FReihamer Parkchaos

Stichwort Freiham

Beim Neubau-Brennpunkt Freiham „funktioniert vieles. Aber wir haben einige Probleme zu lösen“, meinte er, nämlich: fehlende Busse, Straßen, Parken, der Schwarzmarkt an Tiefgaragenplätzen … „Einiges ist auch in mir in Entwicklung. Ich war immer ein Gegner des Grünzugs zwischen Neuaubing und Freiham und habe den als trennend empfunden. Jetzt erlebe ich das Gegenteil. Der Grünzug ist verbindend. Man trifft sich hier. Der Grünzug lebt.“

Der Grünzug zwischen Freiham und Neuaubing

Stichwort Neuaubing und U-Bahn

2026 wird endlich die Neuaubinger Mitte sein Zentrum bekommen, „mit einer Massivbebauung, die aber an diese Stelle auch gut passt.“ Drei große Blöcke sind realisiert. „Ein Kubus für den Supermarkt und Wohnen, einer ausschließlich für das SOS Kinderdorf und der dritte wieder für Wohnungen. Übrigens ist auch Platz für die U-Bahn freigehalten, die in den späten 30iger Jahren oder besser in den 40iger Jahren hier fahren könnte.“

Realistischerweise müsse man den U-Bahn-Fortschritt nach Pasing abwarten. „Das wäre 2032 oder 2033. Nach meiner jetzigen Einsicht muss ich aber leider starke Zweifel anmelden, ob die U-Bahn überhaupt kommt und die Stadtpolitik uns da nicht zu viel versprochen hat. Das meine ich nur mit Blick auf die Finanzlage.“

Stichwort Westkreuz

Der Stadtbezirksteil mit den meisten älteren Leuten sollte vor allem Einrichtungen für sie vorhalten. Mit dem eben installierten Seniorentreff in St. Lukas funktioniere das ganz gut. „Es könnten mehr Leute kommen. Das wird sich hoffentlich noch ergeben. Und wir haben den Bürgersaal mit der Freischankfläche. Das ist definitiv eine Aufgabe für 2026, hier wieder Leben hineinzubekommen und sich zu überlegen, was genau hier passieren soll.“

Der Burschenverein beim Maibaum-Aufstellen

Stichwort Aubing

Lange begleitete Themen sind hier die Dorfplatzgestaltung („zu der 2026 endlich der Wettbewerb startet“), die Funktionsfähigkeit mit Neubau-Ideen für sämtliche Blaulichtorganisationen, die Verschönerung der Altostraße usw. „Hieran sehen wir am besten, wie arbeitsreich die letzte Amtsperiode für uns als BA war. Da ist viel diskutiert worden. Das sehe ich als Weichenstellung. Die Aufgabe für den nächsten BA ist es, dies alles fortzuführen.“

Und es gibt viel zu feiern in Aubing in 2026. „Die Burschen feiern ihr großes Jubiläum mit einem Riesenfest.“ Das BRK feiert 115jähriges Jubiläum, der Trachtenverein Almfrieden feiert 125 Jahre. „Da wird bei uns viel los sein.“

Stichwort Lochhausen/Langwied

Abgewendet wurde das Flüchtlingshaus mit 69 Plätzen in der Lochhausener Sandbergstraße. Die Unterkunft an der Lochhausener Straße für 250 Plätze ruht. „Man wird sehen, wie es weitergeht. Aber genau gegenüber der geplanten Unterkunft beginnt der Neubau für ein wirklich gutes, kleines Wohngebiet. Das steht unter der Regie der Kirche.“ Neubauten würden natürlich wiederum Druck auf die (fehlende) Lochhausener Kinderbetreuung machen. „Eine wichtige Aufgabe für den neuen BA.“

Stichwort Kommunalwahl

„Das gute Gedeihen unseres Stadtbezirks ist mein Herzensanliegen. Stadtpolitik muss gut sein für uns. Dafür setze ich mich jetzt schon seit 20 Jahren im BA und seit 12 Jahren als BA-Vorsitzender ein. Und ich stelle mich sehr gerne wieder zur Wahl“, so Kriesel. Auch wenn die Tätigkeit sehr viel Arbeit im Hintergrund erfordere, „die für die meisten nicht sichtbar ist. Dazu gehören Sitzungen vorbereiten, Protokolle schreiben, satzungsgemäße Aufstellungen organisieren usw. Trotzdem mag ich die Tätigkeit sehr und würde sie gern weiterführen – mit dem neuen BA. Wir können gespannt sein, wer kommt und was passiert.“

„Ich stelle mich sehr gerne wieder zur Wahl“, sagt Sebastian Kriesel.