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Rollerchaos (hier beim Pasinger Bahnhof): Farblich gekennzeichnete Parkflächen wären eine Lösung.

Lokalpolitik im September

Zunächst einmal sind die 4.500 Unterschriften gegen die Lochhausener Unterkunft inzwischen sicher im Stadtrat gelandet. Was gab´s noch? Forderung nach einem sicheren Schulweg, nach mehr Ordnung und Ruhe und viel Aufregung über die wild abgestellten E-Scooter. Und nicht vergessen: morgen gibt’s eine neue Runde BA-Politik um 19 Uhr im Schulcampus Freiham, Mensa Süd, Helmut-Schmidt-Allee 41. Die Bürgersprechstunde findet eine halbe Stunde vorher statt.

mk

Jetzt ist es amtlich: Petition und die 4.500 Unterschriften gegen den Bau einer Flüchtlingsunterkunft am Ponyhof in Lochhausen sind im Stadtrat abgegeben. Der Rat wird sich noch einmal damit beschäftigen müssen. Die Errichtung der zwei dreigeschossigen Gebäude für insgesamt 260 Betten, die die Stadt München am Stadtrand zu Gröbenzell errichten will, steht noch mal zur Diskussion.

Zukunft des Projekts unklar

Die Diskussionen dürften angesichts der unterschiedlichen Interessen noch intensiv geführt werden. Ob das Bauvorhaben tatsächlich wie geplant realisiert werden kann, bleibt abzuwarten. Doch die Einreichung der Petition hat zweifellos dafür gesorgt, dass das Projekt weiterhin in der öffentlichen und politischen Debatte bleibt.

„OB Reiter war leider bei der Übergabe nicht anwesend“, bedauerte ÖDP-Stadtrat Tobias Ruff. Der Ordner mit den Unterschriften wurde stattdessen an seine Mitarbeiterin übergeben. Foto: ÖDP

Müll überall?

Verstreut herumliegender Unrat und Müll im Stadtbezirk sind sehr oft ein Thema im BA. Im September beschwerten sich Bürger über große Müllberge in einem Vorgarten an der Aubing-Ost-Straße sowie rund um die Abfallcontainer auf der Nordseite des nahegelegenen Aubinger Bahnhofs. Sie befürchten, dass die Ansammlung von Unrat nicht nur das Erscheinungsbild beeinträchtigt, sondern auch gesundheitliche Risiken und Schädlinge mit sich bringt. „Keiner fühlt sich hier zuständig“, beklagt eine besorgte Anwohnerin.

Nach Ansicht von Bürgern, vermüllt auch der Schulcampus zusehend. Anwohner berichten von „tonnenweise Zigarettenkippen sowie Schalen von Sonnenblumenkernen und Pistazien“ auf Boden und Tischen. Hinzu kommen Essensreste und Verpackungsmaterial. Teilweise wurden Tische angezündet. Ein Bürger fordert: „Die Probleme müssen gelöst werden, bevor Freiham total kippt.“ Eine Werbeaktion der Stadt soll, so seine Idee, die Nutzer des Schulcampus bewusster auf das Problem aufmerksam machen.

Sehr viel herumliegenden Müll auf dem Schulcampus bemängelt ein Anwohner.

Unterkunft in der Hafenbrädl-Straße

In der Flüchtlingsunterkunft an der Centa-Hafenbrädl-Straße in Freiham sollen für Flüchtlinge „problematische Zustände“ herrschen. Das geht aus einem Bürgeranliegen hervor, das auf mögliche Missstände in der Einrichtung hinweist und eine rasche Aufklärung fordert. Demnach soll es in der Unterkunft Hinweise auf Drogenhandel und den Aufenthalt nicht gemeldeter Personen geben.

Zudem wird der Leitung vorgeworfen, einzelne Bewohner willkürlich zu behandeln. Die BA-Mitglieder zeigen sich einig, dass den Vorwürfen nachgegangen werden muss. Das Gremium leitet das Anliegen zur weiteren Prüfung an die Stadt weiter.

Die Flüchtlingsunterkunft an der Centa-Hafenbrädl-Straße 30 in Freiham steht im Fokus von Vorwürfen, die auf unhaltbare Zustände hinweisen. Die Stadt soll für eine schnelle Klärung sorgen.

Laut, lauter, Spielplatz?

Von „unerträglichem Spielplatzlärm“ in der Grete-Weil-Straße sprechen die Anwohner. Sie verstehen nicht, warum „eine derart große Anlage direkt vor den Fenstern der Bewohner errichtet wurde“. Die ununterbrochene Lärmbelästigung von morgens um 7.30 bis 1 Uhr nachts, so ein Schreiben, macht sie „zutiefst besorgt und verärgert“. Erwartet wird eine schnelle und dauerhafte Lösung, damit sich wieder mehr Nachtruhe einstellt. Eine Forderung, die an den BA schon öfters herangetragen wurde.

Eltern fordern sicheren Schulweg

Erneut beschäftigen sich mehrere Bürgeranliegen mit dem Schulweg von Aubing nach Freiham. Die von der Stadt vorgegebene Route führt die Schüler aus der westlichen Aubing-Ost-Straße durch die enge Limesunterführung, die die Eltern wegen es schmalen Fußweges als „viel zu gefährlich“ kritisieren. Außerdem liegt der Weg knapp unter drei Kilometern, sodass die Schüler keinen kostenlosen Bus nutzen dürfen.

Die Eltern favorisieren nicht zum ersten Mal einen kurzen Umweg über die Ampel an der Kreuzung Ubo-/Altostraße vor: Dort könnten die Kinder sicher in den Bus steigen und zugleich von der kostenlosen Beförderung profitieren. Für den BA-Vorsitzenden Sebastian Kriesel bleibt die Forderung nach einer sicheren Lösung „dringlich“. Die Hoffnung richtet sich nun auf das Einlenken der Stadtverwaltung.

Für viel zu gefährlich halten Eltern den Fußweg ihrer Kinder durch die Unterführung an der Limesstraße zum Schulcampus nach Freiham.

Konfliktpotenzial E-Scooter

Wie in allen Städten stehen auch in Freiham die E-Scooter im Mittelpunkt von Beschwerden. Die Roller liegen überall auf den Bürgersteigen, versperren die Wege, parken alle möglichen Plätze zu und stellen somit eine Gefahr für die Mitbürger dar. Dagmar Mosch von den Grünen schlägt farblich ausgewiesene Flächen vor, auf denen im Stadtbezirk die E-Roller abgestellt werden können. Dieser Vorschlag wäre für die Stadt auch „preislich nicht sehr aufwendig“, so das BA-Mitglied.

E-Scooter stehen und liegen auch in Freiham überall herum. Farblich gekennzeichnete Parkflächen wären eine Lösung.

Was wurde noch weitergeleitet? Für mehr Miteinander: Sogenannte „Ratschecken für Senioren für einen gemütlicheren Austausch“ werden für Lochhausen gefordert. Gemeint ist damit „das Aufstellen von zwei Bänken gegenüber, um so beim Plaudern sein Gegenüber zu sehen“. Eine kleine Abstellfläche dazu wäre noch besser.

Eine weitere Frage beschäftigt sich mit dem Baustart eines „Seniorenheims Freiham“. Das einzige Seniorenheim im 22. Stadtbezirk ist zu klein. „Ein Kunstrasen statt des vorgesehenen Baumrindenbelags“, lautet der Wunsch für die Planungen eines Bolzplatzes an der Aubinger Lohe. Auf einem Kunstrasen können die Kinder auch bei Nässe Fußball spielen und hätten so länger Spaß, im Freien zu spielen.

Immer wieder sind bei Regen massive Wasseransammlungen in der Kurve in der Wiesentfelser Straße zu beobachten. Dann wird es gefährlich für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger.

Blick auf die Straße

Erneut beschreibt ein Bürger die großen Wasseransammlungen in der Kurve der Wiesentfelser Straße, die sich bei Starkregen dort sammeln. Die Stadt soll den dortigen Sickerschacht überprüfen, um den Missstand zu beheben. Immer wieder ist zu beobachten, dass große Lkws durch die Spielstraße an der Kronwinkler Straße zur Aubing-Ost-Straße fahren. Die Fahrer missachten sehr oft das geltende Durchfahrtsverbot. Regelmäßig werden wegen der Enge der Straße die rot-weißen Warnschilder umgefahren oder Zäune angefahren.

Die rot-weißen Warnmarkierungen in der Spielstraße der Kronwinkler Straße werden regelmäßig von Lkw-Fahrern beschädigt. Eigentlich weist ein Verkehrszeichen auf ein Durchfahrtsverbot hin.