Öffentliche Bücherschränke sind immer ein Blickfang und ein Treffpunkt, und sie bieten einen ganz maßgeblichen Beitrag zur Lesekultur.
Ein Bücherschrank für Freiham
Für diese Idee macht sich jetzt eine Freihamer Hausgemeinschaft stark und bittet den BA um Unterstützung. Sie wollen in ihrem Wohnbereich auf dem Gehweg in der Ute-Strittmatter-Straße 6 eine stationäre öffentliche Büchertauschbörse für alle Lesefreudigen einrichten. Für ihr Vorhaben möchten sie städtische Fördermittel in Anspruch nehmen und bitten den Bürgerausschuss um Unterstützung.
Vor der dauerhaften Einrichtung eines Bücherschranks, so BA-Vorsitzender Sebastian Kriesel, müssten allerdings die Grundstücksverhältnisse geklärt werden. „Wird der Bücherschrank auf Privatgrund aufgestellt, gelten andere rechtliche Grundsätze als auf öffentlichem Grund.“
Für CSU-Fraktionssprecher Manfred Spannagel spricht „nichts gegen die begrüßenswerte Idee“. Für ihn sind aber im Vorfeld noch einige Fragen zu klären, etwa wer den Bücherschrank regelmäßig betreut, wie Vandalismus verhindert wird oder was zu tun ist, wenn rechtlich problematische Literatur eingestellt wird. Grundsätzlich wird der Hausgemeinschaft empfohlen, für ihr Projekt einen Zuschussantrag bei der Stadt zu stellen.
Unsichere Zukunft
Der Hundesportverein im Staudenäckerweg 20 im Münchner Westen ist in Not. Die Mitglieder kämpfen um den Erhalt ihres Hundeübungsplatzes. Denn die Stadt München plant, den benachbarten Wertstoffhof zu erweitern. Mit einer Petition wollen sie ihrer Forderung, das Gelände nicht aufgeben zu müssen, gegenüber der Stadtpolitik weiteren Nachdruck verleihen. „Unser Verein, der seit vielen Jahrzehnten Hunden und ihren Menschen ein Zuhause bietet, steht vor dem Aus“, so die Verantwortlichen. Weil die Zukunft unklar ist, wurden in den vergangenen Monaten bereits anstehende wichtige Reparaturarbeiten verschoben.
Ursprünglich sollte nur ein Teil des Hundeübungsplatzes für die städtischen Planungen genutzt werden. Doch nun ist das gesamte Vereinsgelände durch die Erweiterung bedroht. Wie es in dem Bürgerantrag heißt, ist der Hundeverein seit 1981 in Aubing und Obermenzing ansässig.
Mithilfe der Aubinger Stadtteilpolitiker soll jetzt eine Verlängerung des Miet- und Pachtvertrages für die nächsten zehn Jahre ermöglicht werden. Alternativ soll geprüft werden, ob die an das Vereinsgelände angrenzenden kleineren Grundstücksflächen angepachtet werden können.
Toiletten in der Tiefgarage
Über eine „sehr unzumutbare Situation“ im neuen Einkaufszentrum in Freiham beschwert sich eine Anwohnerin im Bezirksausschuss. Die einzige Toilette vor Ort befinde sich in der Tiefgarage. Sie müsse durch die ganze Tiefgarage gehen, um an ihr Ziel zu kommen, so die Seniorin. Dort sei sie gleich wieder umgekehrt, da sie der „sehr schmutzige und übelriechende Zustand“ der WC-Anlage mehr als abgeschreckt habe.
Die Besucherin hofft auf die Unterstützung der BA-Mitglieder, um eine saubere WC-Anlage für die Besucher des Zentrums zu erreichen. Sie findet es auch sehr empörend, dass in der heutigen Zeit vor allem Frauen und Kindern solche öffentlichen Toiletten zugemutet werden.
Kein Licht – kein Training
Immer wieder fällt die Flutlichtanlage im Sportpark Freiham aus und damit auch das Training des Fußballvereins FTF auf diesem Platz. Wenn der Platz nicht beleuchtet ist, muss der Verein Fußball-Talente Freiham e.V. für seine Sportler auf andere Trainingsmöglichkeiten wie Soccer-Hallen ausweichen. Ein kostspieliges Unterfangen, wie die Verantwortlichen in der jüngsten Bezirksausschusssitzung beklagten.
Auch die Eltern der jungen Sportler sind mehr als verärgert. „Uns fehlt langsam das Verständnis für diese Situation“, ist zu hören. Zumal sich die Stadt München immer wieder mit dem Bildungscampus Freiham und dem dazugehörigen Sportpark als „ihr Vorzeigeprojekt“ schmückt. Damit der Trainingsbetrieb bald wieder regulär stattfinden kann, soll der Bezirksausschuss „Licht ins Dunkel“ bringen.